So, 19. November 2017

Ehrerbietung

29.04.2016 09:34

China: Mumifizierter Mönch mit Gold überzogen

Der mumifizierte Leichnam eines bereits zu Lebzeiten verehrten buddhistischen Mönches in China ist nun, vier Jahre nach dessen Tod, zur Gänze mit Blattgold überzogen worden. Der in sitzender Meditationshaltung konservierte Mann wurde danach bekleidet und soll künftig - aufbewahrt in einer Glasvitrine - in einem Tempel Gläubigen als Inspiration dienen.

Der Mönch Fu Hou, der den größten Teil seines Lebens im Chongfu-Tempel in den Bergen nahe der Millionenmetropole Guangzhou (auch bekannt als Kanton, Anm.) im Südwesten Chinas verbracht hatte, war 2012 im Alter von 93 Jahren gestorben. Den lokalen Traditionen entsprechend wurde er in sitzender Haltung in ein großes Tongefäß gesetzt, das danach versiegelt wurde.

Als Zeichen der Ehrerbietung mit Gold überzogen
Dass der Leichnam des angesehenen Meisters nicht verwest war, als das Keramikgefäß nach drei Jahren geöffnet wurde, ist für die Mönche des Tempels ein Beweis dafür, dass Meister Fu Hou eine hohe Kultivierungsstufe im Buddhismus erreicht hatte. Denn - so die Auffassung - nur die sterblichen Überreste eines wahrhaft tugendhaften Mönchs bleiben nach dem Mumifizieren intakt, weshalb man sich entschloss, den gut konservierten Meister als Zeichen der Ehrerbietung mit Gold zu überziehen.

Der mumifizierte Mönch wurde mit Alkohol gewaschen, anschließend mit Schichten von Gaze und Lack und schlussendlich komplett mit Blattgold bedeckt. "Der Mönch Fu Hou wird nun in die Berge gebracht, wo er von den Menschen verehrt werden kann", wird Li Ren, der Abt des am Fuße des Danxia-Gebirges gelegenen Chongfu-Tempels, von der Nachrichtenagentur Associated Press zitiert.

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