Mi, 21. Februar 2018

Carl Icahn

29.04.2016 09:14

Gefürchteter Star-Investor kehrt Apple den Rücken

Star-Investor Carl Icahn hat sich bei Apple zurückgezogen. Es gebe zu viel Risiko für den Konzern in China, sagte Icahn dem TV-Sender CNBC. Die Investitionen bei dem Technologiekonzern hätten ihm einen Gewinn von rund zwei Milliarden Dollar (1,77 Milliarden Euro) eingebracht. Mit Ende des vergangenen Jahres hatte Icahn 45,8 Millionen Anteilsscheine von Apple.

In der Vergangenheit hatte Icahn sein Engagement bei dem iPhone-Produzenten oft als etwas bezeichnet, das keiner Überlegung bedürfe. Berichte über Investments von Icahn treiben regelmäßig die Kurse in die Höhe, weil der Investor den Ruf hat, beinhart die Interessen von Aktionären zu vertreten. So drängte er bei Apple erfolgreich darauf, dass ein Teil der hohen Cash-Bestände in Form von Dividenden und Aktien-Rückkäufen den Anteilseignern zugutekommt.

Erfolg für Apple ist nicht mehr fix
Der Erfolg von Apple scheint jetzt offenbar nicht mehr garantiert. Der Konzern verdiente im abgelaufenen Quartal zwar mit 10,6 Milliarden Dollar immer noch prächtig, doch zugleich erlitt er den ersten Umsatzrückgang seit 13 Jahren. In China, inzwischen dem zweitwichtigsten Markt für Apple nach den USA, brachen die Erlöse um mehr als ein Viertel ein. Hier bekommt der Konzern die Konjunkturabkühlung und die erstarkte Konkurrenz einheimischer Anbieter wie Xiaomi, Lenovo und Huawei zu spüren.

Beim Kassenschlager iPhone ging der Absatz sogar erstmals seit der Markteinführung 2007 zurück. Die Aktie fiel daraufhin unter die Marke von 100 Dollar. Am Donnerstag erhöhte sich während des Interviews von Icahn der Druck und sie gab weitere rund zwei Prozent auf rund 95 Dollar nach.

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