Mo, 20. November 2017

Wiener Fall regt auf

28.04.2016 16:49

„5682 € Sozialhilfe - ein völlig falsches Signal!“

5682 Euro an Mindestsicherung und Familienbeihilfe, eine Gemeindewohnung und jetzt, wie die "Krone" erfuhr, noch zweimal 1285 Euro für zwei schwer beeinträchtigte Kinder - der Fall einer afghanischen Großfamilie in Wien sorgt für enorme Aufregung. Viele "Krone"-Leser sind sich einig: "Hohe Sozialhilfe ist das falsche Signal."

Bei Sozialhilfe von rund 8000 Euro plus Gemeindewohnung sind viele Wiener mehr als nur empört. "Ich habe zwei Kinder und warte nun schon seit 2011 auf eine Gemeindewohnung. Ich arbeite aber Vollzeit. Ich koche gerade innerlich, das ist an Ungerechtigkeit nicht zu überbieten", schreibt Penaldo auf krone.at. Ein anderer Leser formuliert es so: "Mein Sohn samt Lebenspartnerin und fünfjährigen Zwillingen wartet mehr als fünf Jahre vergeblich!" Die Befürchtung vieler: "In der Asylpolitik wird eine Menge Geld zum Fenster rausgeschmissen."

Tatsächlich fallen derzeit auch viel mehr Flüchtlinge in die Mindestsicherung als in den Jahren zuvor. Den größten Anteil an der Steigerungsrate haben nämlich die asylberechtigten Personen (plus 8613 Personen) sowie die subsidiär Schutzberechtigten (plus 1067 Personen). Waren 2014 von allen Mindestsicherungsbeziehern 13,6 Prozent asylberechtigt oder subsidiär schutzberechtigt, so sind es 2015 insgesamt 17,4 Prozent. Tendenz steigend.

"Viel zu hohe monetäre Anreize"
Die Reaktionen auf die neuesten Zahlen sind heftig. "Nirgends wird für Kinder so viel an Mindestsicherung bezahlt wie in Wien. Damit ist ein Magnet entstanden, der genau jene nach Wien zieht, die hier mehr an Mindestsicherung bekommen als in anderen Bundesländern", ärgert sich etwa ÖVP-Wien-Chef Gernot Blümel.

"Wien bietet für die sogenannten Flüchtlinge viel zu hohe monetäre Anreize, wie die Zahlen beweisen. Die müssen endlich deutlich gekürzt werden", so Vizebürgermeister Johann Gudenus. "Das alles können wir uns nicht mehr leisten!"

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