Mo, 21. Mai 2018

Ausnahmezustand:

28.04.2016 12:38

Tief Uta stürzt Kärnten in ein Schneechaos!

Mit bis zu 30 Zentimeter Neuschnee brachte das Tief "Uta" Kärnten Mittwoch zum Stillstand: "Blechsalat" gab’s auf vielen Straßen, umstürzende Bäume führten zu Stromausfällen. Behörden und Polizei appellierten an die Kärntner: "Bleiben Sie zu Hause! Lebensgefahr!" Selbst auf der Schiene ging stundenlang nichts mehr.

"Erstaunlich!" Selbst Meteorologe Christian Stefan von der Wetterwarte in Klagenfurt zeigte sich überrascht: "Wir haben zwar mit Schnee gerechnet, aber mit so viel in Klagenfurt nun auch wieder nicht." Schneefall gab’s um diese Jahreszeit zuletzt 1997 in Kärnten.

Preitenegg meldete mehr als 30 Zentimeter - ebenso viel wie auf der Gerlitzen. Für alle Bergstraßen musste Kettenpflicht verhängt werden. "Wir haben alles draußen", so Asfinag-Sprecher Walter Mocnik. Trotzdem musste die Tauernautobahn wegen hängen gebliebener Fahrzeuge gesperrt werden. Auf der Südautobahn und der Karawankenautobahn kam es zu stundenlangen Staus. Die Teuchner Landesstraße  bei Arriach ist bis auf Weiteres gesperrt.

Alle ihre 130 Pflüge hatte die Landesstraßenverwaltung im Einsatz. "Seit 3 Uhr früh", so Volker Bidmon: "Wir haben ja 2750 Straßenkilometer zu betreuen."

Zu massiven Behinderungen kam es im Zugverkehr, auch Schienenersatzverkehr war nicht möglich. Am Klagenfurter Hauptbahnhof warteten Menschenmassen auf eine Gelegenheit, nach Hause zu kommen. Der öffentliche Verkehr ist zusammengebrochen. "Es herrscht eine Ausnahmesituation. Es besteht Lebensgefahr. Bleiben Sie zu Hause! Lassen Sie Ihr Auto stehen!", appellierte Polizeisprecher Rainer Dionisio Mittwochabend. Auch  Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz ersuchte alle Klagenfurter, wegen herabfallender Äste nicht ins Freie zu gehen.

560 Einsätze hatten 1450 Einsatzkräfte von 136 Freiwilligen Feuerwehren  zu bewältigen. Unter der schweren Schneelast umstürzende Bäume sorgten für Stromausfälle. Landesweit waren mehr als 15.000 Haushalte betroffen. "Wegen der gesperrten Straßen konnten die Monteure kaum zu den Einsatzorten gelangen", so Josef Stocker von der Kelag. "Teilweise hängen Leitungen herab - Lebensgefahr!"

Zu spät kamen die Helfer bei Camping Arneitz, wo das Zelt unter den Schneemassen einstürzte. Arneitz-Boss Hans Pressinger: "Schlimm! Aber wir werden es sofort wieder neu aufbauen."

Zu längeren Wartezeiten kam es bei nicht akuten Krankentransporten; das Rote Kreuz stockte Fuhrpark und Personal für die Nacht sogar auf.

Das Land sagte die für Mittwoch angesetzte Sportlerehrung wegen gefährlicher Straßenverhältnisse ab. Auch unzählige weitere Veranstaltungen wie viele 1. Mai - Feiern am Sonntag, Klopeinersee autofrei und die Saisoneröffnung im Klagenfurter Strandbad werden aufgrund des unvorhergesehenen Wintereinbruches verschoben.

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