Do, 23. November 2017

Nach Fan-Skandal

27.04.2016 15:42

RB-Spieler Orban: „Den Klubchefs fehlen die Eier“

Hasstiraden, Transparente mit seinem Gesicht in einem Fadenkreuz, "Anti Obran"-Spruchbänder - RB-Leipzig-Spieler Willi Orban wurde am Wochenende beim Spiel gegen seinen Ex-Klub Kaiserslautern (1:1) alles andere als freundlich empfangen. Jetzt kontert der 24-jährige Leipzig-Spieler und Ex-Lauterer. "Die Klub-Bosse haben teilweise keine Eier", richtet er den Verantwortlichen aus.

Insgesamt 18 Jahre lang hielt der heute 24-jährige Orban seine Knochen für den FC Kaiserslautern hin. 2015 wechselte er zu RB Leipzig und werkt seither gemeinsam mit den ÖFB-Legionären Marcel Sabitzer und Stefan Ilsanker an der Operation "Aufstieg in die deutsche Bundesliga".

"Ich war enttäuscht"
Am Montag kehrte Orban mit Leipzig an seine alte Wirkungsstätte zurück. Und wurde mit Schmähgesängen, Hasstiraden und grausigen Spruchbändern empfangen. Im Interview mit der "Bild" holt er jetzt zum Konter aus. "Ich war enttäuscht. So kannte ich die FCK-Fans noch nicht. 100 bis 150 Personen haben eindeutig die Grenze überschritten. Tradition ist nicht der Deckmantel für Diskriminierung und Fehlverhalten."

"Auch mal Stopp sagen"
Anfeindungen "müssen" sich Leipzig-Spieler immer wieder gefallen lassen. Der Hass gegen Klub-Eigentümer Red Bull ist groß, dass es regelmäßig zu Entgleisungen der gegnerischen Fans kommt. Dahinter verbirgt sich freilich die Grundsatzfrage: Lassen diverse Klubs ihren Anhängern zu viel durchgehen? Dazu Orban zur "Bild": "Den Klub-Verantwortlichen fehlen teilweise die Eier, um auch mal Stopp zu sagen, Regeln aufzustellen und einzuhalten. Sich hinter der Tradition zu verstecken, ist sicher der falsche Weg. Verantwortung für ein Miteinander zu tragen, wäre definitiv besser."

Übrigens: Rechtlich will Orban gegen die äußerst zweifelhaften Aktionen der Lautern-Fans nicht vorgehen. "Das ist nicht mein Anliegen. Der DFB-Kontrollausschuss ermittelt."

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