So, 19. November 2017

Für Frauen

27.04.2016 11:22

Panik-Knopf für Handys in Indien ab 2017 Pflicht

Ab dem 1. Jänner 2017 müssen Handys, die in Indien verkauft werden, über einen Panik-Knopf verfügen. Telekommunikationsminister Ravi Shankar Prasad habe eine entsprechende Anordnung unterzeichnet, berichtet "The Indian Express". Die neue Vorschrift soll helfen, Frauen vor sexuellen Übergriffen zu schützen.

Dem Bericht nach sollen herkömmliche Handys mit physischer Tastatur - sogenannte Feature Phones - ab dem 1. Jänner 2017 einen Notruf absetzen, sobald die Tasten "5" oder "9" länger gedrückt werden.

Ab dem 1. Jänner 2018 soll zudem verpflichtend in sämtlichen Handys ein GPS-Empfänger integriert sein, um im Falle eines Notrufs zugleich die Position zu übermitteln. Diesbezügliche Gespräche mit den Herstellern seien bereits am Laufen, hieß es.

Smartphones ohne Tastatur müssen laut "9to5mac" entweder mit einer dezidierten Notruftaste ausgestattet werden oder durch dreimaliges Drücken der Einschalttaste einen Notruf absetzen können. Eine derartige Funktion ließe sich von den Herstellern per Software-Update nachrüsten.

Gewalt gegen Frauen in Indien an der Tagesordnung
Seit 2012 eine Studentin in einem Bus in Neu Delhi brutal mehrfach vergewaltigt wurde, ist das erschreckende Ausmaß der Gewalt gegen Frauen in Indien auch international ein Thema. Seither gab es Reformen, unter anderem härtere Strafen für Täter, doch die Zahl der Angriffe bleibt hoch.

2014 wurden offiziellen Angaben zufolge mehr als 36.700 Vergewaltigungsfälle registriert, davon rund 2000 alleine in der Hauptstadt Neu-Delhi. Experten gehen allerdings davon aus, dass die Zahlen nur die Spitze des Eisbergs darstellen.

Erst Anfang März hatte der Fall eines 15-jährigen Mädchens, das in ihrem Elternhaus in einem Vorort Neu-Delhis von einem Mann vergewaltigt und anschließend angezündet worden war, für weltweites Entsetzen gesorgt. Das Mädchen starb wenig später an ihren Verletzungen.

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