So, 27. Mai 2018

IS-Helfer

26.04.2016 16:34

"Wollte meine Hände nicht mit Blut beschmieren"

Für einen Terror-Prozess wurde das Landesgericht Klagenfurt Dienstag zur Hochsicherheitszone! Ein in Kärnten lebender Asylwerber aus Syrien soll Mitglied des Islamischen Staates gewesen sein und mit seinen Öl-Geschäften den Terror mitfinanziert haben. Das Urteil - drei Jahre Haft - ist noch nicht rechtskräftig.

Ein Polizeigroßaufgebot machte das Landesgericht zur Festung. Immerhin geht es beim Prozess um die gefürchtetste Terrororganisation der Gegenwart, an welcher der Angeklagte beteiligt gewesen sein soll.

"Mein Haus wurde zerbombt, meine Gasthäuser wurden zerstört", erzählt der Koch aus Aleppo vor dem Richter. Also habe er begonnen, von Freunden Diesel zu kaufen, nach Aleppo zu bringen, und an Unternehmer zu übergeben. Zwei Mal pro Woche habe er Fässer auf seinen Truck geladen.

"Die Quellen waren zu dieser Zeit in Händen des IS", wirft ihm der Richter vor, für den Terror gearbeitet zu haben. "Als ich das erfahren habe, hörte ich auf. Ich wollte meine Hände nicht mit Blut beschmieren", so der Syrer. Auf der anderen Seite berichtet er lachend über die Schreckensherrschaft des IS. In einem Kärntner Asylquartier, wo ihn seine Flucht hingeführt hatte, soll er auf die Einhaltung der Koran-Regeln gepocht und mit martialischen Fotos von sich geprahlt haben.

Die Gefängnisstrafe ist noch nicht rechtskräftig.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden