Mi, 21. Februar 2018

Inoffiziell

25.04.2016 08:54

Statt "Weiß-grün" ist (fast) alles blau

Sonntag gegen Mittag, erste Anfrage in den Parteizentralen, ob’s schon einen Trend gibt? Ab da war "Herumdrucksen" angesagt. Außer bei den Blauen natürlich, die da schon in Feierlaune waren.

Bei den Landesschwarzen ging man gleich einmal auf Distanz: „Ist ja nicht unsere Wahl!“ SP-Geschäftsführer Max Lercher wiederum schwante da schon Übles: „In so manchem unserer Kerngebiete, da gibt’s eine komplette Erosion“

Was Lercher damit gemeint hat: In der obersteirischen Industrieregion etwa, den Orten Kapfenberg, Bruck, Kindberg, gab’s nicht einmal mehr einen Zweier vorne für den roten Kandidaten.

In Ebersdorf (Bezirk Hartberg-Fürstenfeld) wäre Norbert Hofer übrigens auch ohne Stichwahl schon Bundespräsident, hier hat er mit 56,3 Prozent sein bestes Steiermark-Ergebnis eingefahren. Irmgard Griss wiederum ist in Deutschlandsberg (Stadt) mit 32,8 Prozent der Stimmen die Nummer 1. Rudolf Hundstorfer hat in Selzthal (Bezirk Liezen) 35,7 Prozent und damit die für ihn stärkste Zustimmung erreicht, Andreas Khol in Pusterwald (Murtal) mit 28 Prozent. Und Richard Lugner ist in Krottendorf-Gaisfeld (Bezirk Voitsberg) mit 10,5 Prozent knapp zweistellig geworden

Die Steiermark-Landkarte ist jedenfalls tiefblau. Lediglich Selzthal ist eine rote Enklave, in Stattegg hat Frau Griss mit 29,5 Prozent die Mehrheit. Und natürlich Graz ist grün, da ist Alexander Van der Bellen auf mehr als 32 Prozent gekommen.

Kleiner VP-Skandal
Zum Schluss: Einen kleinen Skandal gab’s gegen 14.30 Uhr auch schon. Ein VP-Funktionär stellte das Endergebnis seiner Heimatgemeinde Gössendorf auf die Facebook-Seite. Streng verboten, so was vor dem gesamtösterreichischen Wahlschluss zu machen, könnte sogar bis zur Wahlanfechtung gehen

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