Mo, 11. Dezember 2017

Wirbt für Verbleib

22.04.2016 14:07

Obama erzürnt britische EU-Gegner

Anlässlich seines Besuchs in Großbritannien hat US-Präsident Barack Obama die Briten vor dem sogenannten Brexit, dem Ausstieg aus der Europäischen Union, gewarnt. Die Einmischung kam bei den EU-Gegnern auf der Insel gar nicht gut an: "Ungehörige Einmischung in die inneren Angelegenheiten", musste sich der angeblich beste Freund Großbritanniens daraufhin anhören.

Nicht nur die europäischen Staaten, auch die USA blicken voller Sorge auf den Ausgang des "Brexit"-Referendums am 23. Juni. Obama lässt keinen Zweifel daran, dass er Großbritannien in der EU halten möchte. "Die USA und die Welt brauchen weiterhin den verstärkten Einfluss Großbritanniens - auch innerhalb der EU", schrieb er in einem Gastbeitrag in der konservativen britischen Zeitung "Daily Telegraph". Die EU verringere nicht den britischen Einfluss, sie vergrößere ihn, so Obama. Die Briten sollten stolz darauf sein, mit ihren Werten und Praktiken von der Demokratie bis zu offenen Märkten die EU geprägt zu haben.

Londons Bürgermeister Johnson empört
Der konservative Bürgermeister von London, Boris Johnson, bezeichnete es als "empörend", dass die USA in dem britischen Referendum Position beziehen. Medienberichten zufolge beschwerten sich zudem mehr als 100 vorwiegend konservative Parlamentarier in einem Brief an den US-Botschafter in London. Normalerweise sind sie große Verehrer der USA.

Premier David Cameron verteidigte Obamas Aufruf. "Die USA sind einer unserer engsten Verbündeten. Deshalb ist es wichtig zu hören, warum er sagt, dass wir in der EU bleiben sollten", teilte Cameron am Freitag auf Twitter mit.

Auch Orban warnt vor Austritt der Briten
Auch Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban warnte am Freitag vor den Folgen eines Ausscheidens Großbritanniens aus der EU. "Der 'Brexit' wäre ein schwerer Schlag für Europa", sagte Orban der deutschen "Wirtschaftswoche". "Das ist ein Abgrund, in den wir uns gar nicht hinabzusehen trauen." Orban hält die Konsequenzen eines "Brexit" für schwer absehbar: "Grundsätzlich könnten Dinge passieren, die wir noch nie erlebt haben." Für sein eigenes Land schließt er einen Austritt ausdrücklich aus.

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