Mi, 22. November 2017

Flucht über Donau

22.04.2016 08:30

Mega-Stau in Linz: Lenker weichen auf Fähre aus!

Eine Fähre über die Donau, weil es zu wenige Brücken gibt - der Linzer Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein will diese Idee, wie berichtet, bald Realität werden lassen. In Ottensheim könnte sich der Politiker Nachhilfe geben lassen. Denn dort boomt derzeit die "Überfuhr", weil zunehmend Autofahrer vorm Stau flüchten.

Der breite Donaustrom glänzt silbern im Morgenlicht, die alten Bürgerhäuser von Ottensheim spiegeln sich im Flusswasser: So romantisch ist die Atmosphäre für jene Autofahrer, die mit der Fähre eine Abkürzung nehmen und dem Dauerstau an der Linzer Stadteinfahrt auf der B127 ein Schnippchen schlagen wollen. Seit 146 Jahren gibt es die "Überfuhr", die sich jetzt die Linzer als Vorbild nehmen wollen. "Bei uns kommen jetzt schon etliche Autofahrer mehr", weiß Theodor "Teddy" Pumberger, der seit 1967 als Fährmann aktiv ist, und zählt auf, wer seine Stammkunden sind: "Wir fahren täglich 150 Schüler nach Wilhering und einige Professoren. 50 bis 60 Pkw-Besitzer haben bei uns Jahreskarten, dazu kommen die Stau-Flüchtlinge. Das meiste Geschäft bringen uns aber die Radler, wenn die Saison wieder losgeht."

Eine Fähre in Linz? "Das müsste man probieren"
Sieben Minuten dauert es, bis der 90 Tonnen schwere Fährkatamaran die 191 Meter breite Donau überquert hat. Start ist um 6.15 Uhr früh, um 19.30 Uhr endet der Dienst der "Überfuhr". Die Linzer Fähre soll im Bereich zwischen der Eisenbahnbrücke und der A 7-Brücke hin- und herfahren, ausschließlich Radler und Fußgänger transportieren. Eine Welser Transportfirma würde für einen All-inclusive-Vertrag monatlich 70.000 Euro verlangen. FP-Stadtrat Hein will so dazu beitragen, dass es weniger Stau im Stadtgebiet gibt.
Gertraud Hagenauer, Geschäftsführerin der Ottensheimer Fähre, ist skeptisch, ob sich diese Investition auch rechnet: "Unsere Fähre ist ja ein Traditionsunternehmen. Ob ein  Betrieb in Linz angenommen wird? Das müsste man probieren."

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