Di, 24. Oktober 2017

Schülerin als Opfer

21.04.2016 07:18

Insektenbisse: Behörde weist Vorwürfe zurück

Zahlreiche Reaktionen gibt es nach dem "Krone"-Bericht über eine junge Kärntnerin, die Schmerzensgeld von ihrer (ehemaligen) Schule einfordert, weil sie bei einer Schulreise von Bettwanzen gebissen worden sein soll. Der Landesschulrat weist die Vorwürfe zurück. Laut Medizinern können Bettwanzen überall auftreten...

Anfang Oktober war die Kärntnerin mit einer Oberkärntner Schule in eine EU-Metropole im Nordwesten aufgebrochen. Dort soll sie - wie berichtet - im Hotel von Bettwanzen gebissen worden sein. Die Insektenbisse wurden infolge der roten Flecken an Armen und Beinen im Klinikum diagnostiziert. Noch heute müsse die junge Frau "dunkle Flecken am Körper erdulden", heißt es im Anwaltsschreiben.

"Hotel müsste in die Pflicht genommen werden"
Sowohl die Schule als auch das Reisebüro weisen jede Verantwortung von sich. Nun schaltete sich auch der Landesschulrat ein: "Alle Schulen bereiten sich immer gewissenhaft auf Reisen vor. Falls sie jetzt schon dafür geklagt werden, besteht die Gefahr, dass sie bald gar nichts mehr machen. Wenn schon, müsste man das Hotel in die Pflicht nehmen", so Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger.

Der Klagenfurter Hautarzt Christian Kos hält bleibende Schäden infolge von Bettwanzenbissen "nur in seltenen Fällen" für möglich. Überdies könnten die Insekten theoretisch in jedem Hotel auftreten. "Sie können auch eingeschleppt werden, etwa durch das Reisegepäck", erklärte Kos. Ob nun eine Klage folgen wird, ist unklar. "Ich habe keine Zustimmung meiner Mandantschaft, Ihnen Informationen zu erteilen", so der Anwalt zur "Krone".

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