Di, 17. Oktober 2017

Olympia-Check

21.04.2016 10:35

Der Zuckerhut wartet

106 Tage vor Olympia haben mit Kuntschik und Pranz zwei Salzburger ihr Ticket für Rio in der Tasche. Die Chance lebt aber, dass es am Ende zwölf sind - fünf mehr als bei den Spielen 2012 in London!

Offiziell dabei:
Sie stehen bereits auf der offiziellen Kader-Liste des ÖOC, haben somit Planungssicherheit für die am 5. August startenden Spiele:
-) Sebastian Kuntschik - Der Oberndorfer Wurfscheibenschütze hatte als erster Salzburger sein Ticket fix. 2014 holte er als Dritter in München das erste Weltcup-Podest. Platz zwei beim Weltcup in Gabala (Aze) 2015 bedeuteten im Skeet den Quotenplatz, Platz acht im Weltcupfinale die Bestätigung. Vor den Spielen stehen zwei GPs, der Weltcup in Baku und die EM in Lonato (It) an. Derzeit schießt er beim Weltcup in Rio.
-) René Pranz - Der Salzburger Florettfechter erfüllte sich seinen Traum mit dem Sieg in Prag. Im dritten Anlauf hat es der 30-Jährige damit erstmals geschafft. St. Petersburg, Shanghai und die EM in Torun (Pol) sind letzte Formkontrollen, sollen in der Weltrangliste eine Verbesserung Richtung der Top-30 bringen.

So gut wie fix:
-) Gernot Rumpler - Der Mittersiller Schütze wartet nur noch auf die offizielle Nominierung. Mit Junioren-WM-Bronze 2014 in Granada bzw. Platz sieben heuer im EM-Finale in Ungarn hat er die Vorgaben im Dreistellungsmatch wie Luftgewehr erfüllt. Beim Weltcup in Rio schloss er Montag im Luftgewehr als 24. ab, die Quali endet in Baku.
-) Ludwig Paischer - Salzburgs Vorzeige-Judoka der letzten zwei Jahrzehnte steht mit eineinhalb Beinen in Rio - wo er 2007 WM-Bronze, ’09 einen Weltcupsieg feierte. Im Olympia-Ranking hält der gebürtige Oberndorfer vorm heutigen EM-Einsatz in Kasan bis 60 kg Rang 18 - die Top-25 sind dabei. Die vierten Spiele wären für den 34-Jährigen seine letzten.
Gute Chancen:
-) Barbara Hansel - Die Neumarkterin meldete sich mit Steffi Schwaiger mit dem Finaleinzug in Xiamen sicher nicht zu früh im Rennen um ein Beachvolleyball-Ticket zurück. Mit den 450 Punkten ist der Ranglisten-Cut wieder in Reichweite - noch fehlen 550 Zähler. "So soll’s weitergehen", forderte Hansel nach dem ersten World-Tour-Silber für die zweite China-Station in Fuzhou. Dort wurde die Quali-Hürde (2:0 gegen Chamereau-Lusson/Fra) genommen.
-) Amer Hrustanovic - Der Top-Ringer des AC Wals war ’12 in London bis 85 kg Zehnter. Damals hatte er das Ticket bei der ersten Quali mit Platz zwei gelöst. Nach dem frühen Aus in Serbien kann sich der 27-Jährige noch übers Podest in Ulan Bator (Mongolei) oder das Istanbul-Finale "retten".

Hart, aber machbar:
-) Lisa Mitterbauer - Die Seehamer Mountainbikerin hat zwei Hürden zu nehmen: Quotenplatz 15 im Nationenranking, an Serbien verloren, und die an Lisi Osl abgetretene Österreich-"Pole" müssen zurück! Größtes Problem: ein Virus, für den noch die Diagnose aussteht. Folge: Belastung unmöglich! Das Romanistik-Studium hilft Lisa über die Wartezeit. Frühestes Weltcup-Comeback: Mitte Mai in Albstadt (D).
-) Stephanie Bendrat - Der Wahl-Salzburgerin fehlen zwar 38 Hundertstel aufs Hürden-Limit von 13,00, dennoch peilt die 25-Jährige eine weitere Rekordmarke an: Die eingebürgerte Jus-Studentin aus Laufen will nach der ersten Teilnahme einer Salzburger Athletin bei der Hallen-WM als erste Sprinterin zu Olympia. Zur Vorbereitung weilt sie in Florida, wo sie im Mai fix in Clermont startet.
-) Flo Marchl, Benedikt Puffer - Für das Walser Duo gilt dasselbe wie für Hrustanovic. Als Greco-Ringer dürfen sie noch zwei Mal ran - die Freistiler bloß in der Türkei.
-) Thomas Daniel - Beim in Wr. Neustadt tätigen Pongauer lebt die Hoffnung auf die zweiten Spiele - trotz Wadenbeinbruchs zum Jahreswechsel. 2012 war der Fünfkämpfer Sechster. Die Qualifikation ist über die Weltrangliste und die WM in Moskau möglich. Nächster Start: Weltcup-Finale am 6. Mai in Sarasota (US).
-) Lukas Hollaus - Nach der guten Vorbereitung lief die Saison für den Niedernsiller Triathleten gar nicht nach Wunsch. Mit Rang 22 war Chengdu (Chn) erneut keine Offenbarung. 40 Sekunden Rückstand auf die Top-15 sind aber ein kleiner Hoffnungsschimmer für den Weltcup am 8. Mai in Mexiko - ein Topresultat muss her!

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