Di, 21. November 2017

„Grob fahrlässig“

20.04.2016 19:24

Köln: Flughafen veröffentlichte Terror-Notfallplan

Am Flughafen Köln-Bonn ist es einem ZDF-Bericht zufolge zu einer schweren IT-Sicherheitspanne gekommen: Auf der Website des Flughafens war seit November des Vorjahres der gesamte, als vertraulich eingestufte Notfallplan öffentlich zugänglich. Dieser soll detaillierte Anweisungen beinhalten, wie in Fällen von Terroranschlägen, Bombendrohungen oder Geiselnahmen zu reagieren ist. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat hatte den Flughafen kürzlich als mögliches Anschlagsziel in Deutschland genannt.

Insgesamt soll der Notfallplan 230 Seiten umfassen. Auch sei darin beschrieben, wo sich in Notfallsituationen Sammelstellen für Passagiere befinden. "Terroristen können anhand der Ablaufpläne ihre Bomben platzieren oder Fluchtwege abschneiden, um möglichst viele Opfer zu erzeugen", so Terror-Experte Elmar Theveßen, der die Sicherheitspanne bemerkte, gegenüber dem ZDF.

Terror-Experte: "Grob fahrlässig"
"Dass ein Dokument, in dem besonders sensible Orte mit Lageplänen und Telefonnummern wichtiger Entscheidungsträger vermerkt sind, öffentlich zugänglich war, ist mindestens grob fahrlässig", so Theveßen.

Die Betreibergesellschaft des Flughafens entfernte laut ZDF den Plan inzwischen aus dem Internet, behauptete jedoch, dass es sich nur um einen Auszug eines detaillierten Notfallplans gehandelt habe, der keine eingehenden Prozesse oder sensiblen Informationen beinhaltet habe.

Erst kürzlich veröffentlichte der IS im Internet eine Fotomontage (siehe unten), die einen Dschihadisten vor dem Flughafen Köln-Bonn zeigt und den Ort damit als mögliches Anschlagsziel ins Licht rückt.

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