Mo, 19. Februar 2018

2 Jahre Gefängnis

20.04.2016 16:45

Derbes Posting zu Lkw mit 71 toten Flüchtlingen

Weil er einer Freundin per What’s App ein Bild von Adolf Hitler schickte, musste sich ein Unterländer (31) am Mittwoch - ausgerechnet am Geburtstag des "Führers" - in Innsbruck vor Gericht verantworten. Zudem hat er das Drama von 71 Flüchtlingen Ende August im Todes-Lkw gut geheißen. Der Mann muss zwei Jahre in Haft.

Der schreckliche Fund eines Lasters mit 71 erstickten Flüchtlingen auf der Ostautobahn schockierte ganz Europa. Nicht so offensichtlich den 31-Jährigen: Ihm fiel nämlich nichts besseres ein, als einen Bericht über die Tragödie auf Facebook mit dem Wort "Endlich!" zu kommentieren. "Ich hatte einfach die Schnauze voll von den Flüchtlingen", erklärte der mehrfach Vorbestrafte am Innsbrucker Landesgericht. "Ich bin rechts und FPÖ-Wähler, aber ich bin kein Neonazi", meinte der Arbeitslose. Laut einer Bekannten wollte sich der Unterländer aber eine Glatze rasieren lassen, damit er ausschaut wie ein echter Nazi. Zudem hörte er Musik, die vor allem in der rechten Szene seine Anhänger findet und hatte mehrere Nazi-Bildchen auf seinem Handy, die er gerne verschickte.

Selbstmord bei Verhandlung angekündigt

Nun hat der 31-Jährige viel Zeit zum Nachdenken. Er wurde nämlich zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Auch wenn das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, wurde der Angeklagte von zwei Polizisten aus dem Gerichtsgebäude begleitet. Diese brachte ihn nämlich vorsichtshalber zu einem Arzt, da er während der Verhandlung ankündigte, sich das Leben nehmen zu wollen.

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