Sa, 24. Februar 2018

30 Jahre nach GAU

20.04.2016 14:00

Steirische Erde strahlt noch immer

Erinnern Sie sich noch? Vor 30 Jahren war das ganze Land im Ausnahmezustand, nachdem am 26. April 1986 der Kernreaktor von Tschernobyl in die Luft geflogen war. Weil die Russen lange die Wahrheit verschwiegen, war die Steiermark auf den Super-GAU völlig unvorbereitet. Noch heute ist radioaktive Strahlung messbar!

Besonders beunruhigend war 1986 die Situation in Liezen, wo eine Strahlenbelastung von 140 Mikroröntgen ermittelt wurde - normal sind etwa 15. "Damals schlugen unsere Frühwarnsysteme an", erinnert sich Ewald Plantosar, der Strahlenschutzbeauftrage des Landes Steiermark. Fütterungsverbote wurden erlassen, Kinder durften nicht mehr im Freien spielen. Österreich zählte überhaupt zu den am stärksten betroffenen Staaten in Mitteleuropa. Dort, wo die radioaktive Wolke abregnete, strahlt die Erde 30 Jahre nach der Atomkatastrophe noch immer: "Cäsium 37 ist beispielsweise auf der Koralpe, der Planneralm, im Dachstein- und Toten Gebirge messbar", weiß Plantosar. Die Belastung ist aber mittlerweile um die Hälfte zurückgegangen, Gefahr für Wanderer besteht keine.

Die AGES, die Agentur für Ernährungssicherheit, führt außerdem genaue Lebensmittelkontrollen durch - zum Glück ohne negatives Ergebnis, Milch und Co. sind absolut sicher.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden