Di, 17. Oktober 2017

Reise mit Folgen

20.04.2016 07:07

Schülerin fordert nach Insektenbiss Schmerzensgeld

Brisante Post flatterte vor wenigen Wochen bei den Kärntner Schulbehörden ein: Eine (ehemalige) Schülerin aus Oberkärnten soll bei einem Schulausflug in eine europäische Hauptstadt im Hotel von Bettwanzen gebissen worden sein. Aufgrund bleibender Hautschäden soll nun die Schule die Haftung dafür übernehmen.

Bereits im Vorjahr hatte die Schülerin die Reifeprüfung absolviert. Im Oktober folgte die Schulreise in eine europäische Metropole. Danach das böse Erwachen: "Bei der Heimreise bemerkte sie rötliche Flecken am Körper. Weil sich die Punkte vergrößert hatten, musste sie in die Hautklinik nach Klagenfurt. Dort wurden Bisse von Bettwanzen diagnostiziert", heißt es im Anwaltsschreiben.

Reiseveranstalter übernimmt keine Haftung
Vier Monate lang soll die Schülerin an Juck- und Brennschmerzen gelitten haben. Doch dem nicht genug, gibt es sogar bleibende Hautschäden an beiden Armen und Füßen. Beim Reiseveranstalter, der die Kosten rückerstattete, wurden daher Schmerzensgeld- und Verunstaltungsansprüche angemeldet. Da dieser aber keine Haftung übernimmt, soll nun die Schule geradestehen.

"Bei einer Überprüfung des Hotels im Internet durch die Schule wäre es möglich gewesen, festzustellen, dass es dort bereits des Öfteren Probleme mit Bettwanzen gab", heißt es im Schreiben.

Langer Rechtsstreit droht
Auf "Krone"-Nachfrage bleibt der Schuldirektor - mit Hinweis auf das laufende Verfahren - zurückhaltend. "Es tut uns sehr leid, was der ehemaligen Schülerin passiert ist. Wir nehmen bei Reisen allerdings nur die Rolle des Vermittlers ein. Wir sind kein Veranstalter." Nun könnte ein langer Rechtsstreit bevorstehen.

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