Sa, 21. Oktober 2017

US-Vorwahlen

20.04.2016 06:02

New York: Klare „Heimsiege“ für Clinton und Trump

Im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur haben Hillary Clinton und Donald Trump am Dienstag mit klaren "Heimsiegen" im Bundesstaat New York ihren Favoritenstatus untermauert. Bei den Demokraten sah eine Hochrechnung des Senders CNN die frühere Senatorin des Ostküstenstaates bei rund 58 und ihren Rivalen Bernie Sanders bei 42 Prozent. Bei den Republikanern lag der New Yorker Milliardär Donald Trump mit knapp 61 Prozent weit vor seinen parteiinternen Kontrahenten.

Ex-Außenministerin Clinton hatte schon vor der Vorwahl in New York bei den Delegiertenstimmen einen klaren Vorsprung auf Sanders gehabt, obwohl sie in den vergangenen Wochen sieben von acht Vorwahlen gegen den linksgerichteten Senator verloren hatte.

Clinton: "Rennen auf Zielgerade, Sieg in Sicht"
In ihrer Siegesrede sagte Clinton, die New York acht Jahre lang als Senatorin im US-Kongress vertreten hatte: "Heute habt ihr wieder bewiesen: 'There is no place like home.'" Sie habe mit ihren Helfern überall in den USA Siege eingefahren, "aber keiner ist wie dieser, dieser ist persönlich". Mit Bezug auf ihren Rivalen Sanders sagte sie: "Das Rennen für die demokratische Präsidentschaftskandidatur ist auf der Zielgeraden und der Sieg ist in Sicht."

Sanders' Anhängerschaft haderte mit dem Wahlsystem, das die Registrierung von Wählern bereits im Oktober vorsah. So konnten Tausende, die in den vergangenen Wochen zu Sanders-Fans geworden waren, nicht teilnehmen. Auch deshalb hat der Senator keine realistische Chance mehr, Clinton einzuholen. Die meisten sogenannten Superdelegierten, die beim Parteitag der Demokraten im Juli in Philadelphia unabhängig vom Wahlergebnis abstimmen dürfen, haben sich bereits für Clinton ausgesprochen.

Trump: "Nicht mehr möglich, uns einzuholen"
Bei den Republikanern fuhr Trump in New York einen haushohen Sieg ein. John Kasich, der Gouverneur von Ohio, landete laut CNN bei rund 25 Prozent, der erzkonservative texanische Senator Ted Cruz, Trumps größter parteiinterner Konkurrent, nur bei knapp 15 Prozent.

Trump machte bei seiner Ansprache in seinem firmeneigenen Bürokomplex Trump Tower in Manhattan deutlich, dass er als Führender bei der Zahl der Delegierten die Nominierung auf dem Parteitag in Cleveland im Juli für sich beanspruchen wird. "Wir führen klar, es ist nicht mehr möglich, uns einzuholen", sagte er. Sein Kontrahent Cruz sei "mathematisch praktisch eliminiert". Seinen Anhängern rief Trump zu: "Wir lieben New York, wir lieben New York!"

Sollte Trump die große Mehrheit der 95 Delegierten in New York holen, würde er seine Chancen erhöhen, schon vor dem Parteitag die für die Nominierung als Präsidentschaftskandidat notwendige Mindestzahl von 1237 Delegierten zu erreichen. Verfehlt er dieses Ziel, könnte es zu einer völlig offenen Kampfabstimmung kommen.

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