So, 25. Februar 2018

Schlag gegen Bande

19.04.2016 16:37

Fahrt storniert: Syrer zeigt Schlepper an

Kriminalisten aus Kärnten und Niederösterreich ist ein Schlag gegen eine Schlepper-Bande gelungen! Weil ein illegaler Flüchtlingstransport wegen der offenen Grenzen ausgefallen war und ein Syrer sein Geld für die Fahrt nicht zurückbekam, hat er die Täter angezeigt. Jetzt wurde der "Logistiker" der Bande verhaftet.

Die Politik der offenen Grenzen hat viele Schlepperbanden arbeitslos gemacht. Wie die Organisation eines 24-jährigen Syrers, der 80 Landsleute illegal aus dem arabischen Raum über Serbien und Ungarn nach Österreich gebracht haben soll. Die "Geschäftsbedingungen" und "Durchführungsmodalitäten" für die illegalen Fahrten stellte der dreiste Schlepper auf Facebook: Kleinkinder fahren gratis, für Kinder gibt’s Ermäßigungen. "Auch die Preise für Streckenabschnitte von Syrien bis Mitteleuropa waren akribisch aufgelistet", erzählen Ermittler.

Als im Vorjahr dann die Grenzen geöffnet wurden, fielen die Schlepper-Fahrten teilweise aus. Auch jene, die ein Syrer für seine Familie gebucht und bereits bezahlt hatte, um nach Österreich zu kommen: 6000 Euro flossen an das kriminelle Netzwerk der Menschenhändler.

Statt versteckt im Auto, kam der Syrer jedoch quasi "legal" mit einer Hilfsorganisation über die ungarisch-österreichische Grenze und weiter bis ins Flüchtlingsquartier Krumfelden bei Althofen. Für die "stornierte" Schlepperfahrt forderten die Flüchtlinge ihr Geld zurück. "Sie haben es natürlich nicht bekommen", so ein Kriminalist. Daher hat die Familie den Schlepper angezeigt: Der 24-Jährige konnte jetzt in Niederösterreich festgenommen werden. Ihm wird Schlepperei im Rahmen einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Weitere Ermittlungen gegen mögliche Mittäter laufen derzeit.

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