Sa, 16. Dezember 2017

Run auf Tagesmütter

18.04.2016 15:22

Nur 60 Eltern lassen in OÖ ihre Kinder daheim

Nur 60 Eltern melden in Oberösterreich ihre Kinder vom letzten, verpflichtenden   Kindergartenjahr ab - je jünger die Sprösslinge sind, desto öfter werden sie daheim vollversorgt. Aber die Betreuungsquote im Land steigt stetig, vor allem, weil 24 gemeindeübergreifende Projekte für Krabbelstuben laufen.

"Die Nachfrage steigt auch bei den Kleinsten, aber oft ist es für einzelne Gemeinden nicht möglich, wegen zu weniger Kinder eine Krabbelstube zu eröffnen", freut sich LH-Vize Thomas Stelzer über die Zusammenarbeit. Wo es dennoch nicht funktioniert oder nur stundenweise Betreuung gebraucht wird, springen oft Tagesmütter ein. 408 Tagesmütter kümmern sich aktuell in OÖ um 1598 Kinder.

In Summe sind heuer 58.950 Kinder bei Betreuungseinrichtungen gemeldet - davon 4437 Unter-Dreijährige in Krabbelgruppen. Deren Zahl hat sich in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt. "91 Prozent der Krabbelgruppen und 93 Prozent der Kindergärten haben ganztags geöffnet", weiß Barbara Trixner, die beim Land OÖ die Kinderbetreuung leitet - siehe auch unser Interview unten.

Probleme in den Ferien
Problematisch sind aber für viele Eltern Ferienzeiten, wenn oft die gewohnten Einrichtungen zu sind. Heuer werden  in Oberösterreich etwa 50 Sommerkindergärten aufmachen, und das Angebot des Landes OÖ, für neue Sommer-Betriebskindergärten 70 Euro je Kind und Woche zu sponsern, wird schon jetzt besser angenommen als erwartet: 300 Anmeldungen hatte man erwartet, jetzt sind es schon 400 Kinder.

"Kindergartenkinder brauchen auch Urlaub"
28 Tage im Jahr sind Kindergärten und Krabbelstuben im Schnitt zu. Barbara Trixner vom Land OÖ weiß, dass Urlaub für Kinder wichtig ist.

Warum sind Kinderbetreuungseinrichtungen nicht durchgehend offen?
Einerseits brauchen die Pädagoginnen Urlaub, auch die Kinder müssen gesetzlich fünf Wochen frei nehmen und es gibt auch bedarfsbedingte Schließungen. Etwa, wenn in Ferienzeiten nicht genug Kinder für eine Gruppe da sind.

Die Kinder müssen Ferien von Krabbelstube und Kindergarten machen?
Das ist gesetzlich vorgesehen, zwei Wochen müssen zusammenhängend frei genommen werden. Das ist für die Kinder sehr wichtig.

Bei den Unter-3-Jährigen ist die Betreuungsquote mit 14,7 Prozent überschaubar.
Die Zahlen sind in allen Altersgruppen steigend, bei den Einjährigen sind aber 99 Prozent bei den Eltern daheim, bei den Zwei- bis Dreijährigen ist schon fast jedes dritte Kind in der Krabbelstube.

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