Mi, 13. Dezember 2017

Hohes Bußgeld droht:

17.04.2016 19:00

EU-Strafverfahren trotz Lufthunderters

Die gerade beginnende politische Diskussion um eine Umweltzone mit Fahrverboten für ältere "Stinker-Diesel" in Linz wird vom heftigen Zuschlagen der EU-Kommission anderswo in Oberösterreich überschattet: Trotz "Lufthunderters" bei Enns hat die Brüsseler Behörde ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet!

In Linz halten die Experten des Umweltbundesamtes die Einrichtung einer Umweltzone mit Fahrverboten für ältere "Stinker-Diesel" bis 2020 offenbar für unausweichlich. Denn die Belastung mit gesundheitsschädlichem Stickstoffdioxid ist weitläufig im Stadtgebiet zu hoch: "In den vergangenen Jahren ist hier nur eine minimale Verbesserung eingetreten. Hauptverantwortlich für den Emissionsausstoß ist der Verkehr, betroffen von den hohen NO2-Werten direkt neben dicht befahrenen Straßen sind rund 36.000 Linzer und Linzerinnen", weiß Umweltlandesrat Rudi Anschober. Der Grün-Politiker  rechnet damit, dass die EU-Kommission "auch hier" ein Vertragsverletzungsverfahren einleiten wird, "wie sie dies wegen Grenzwertüberschreitung bereits im Jänner 2016 für andere Gebiete - darunter auch den Bereich der A1 um Enns-Kristein - getan hat".
So erfährt man quasi nebenbei, dass der von einer Messstation in Enns/Kristein direkt neben der Autobahn gesteuerte "Lufthunderter"  nicht ausreicht, um die Luft sauber genug für die EU-Anforderungen  zu halten.

In diesem EU-Strafverfahren, das  noch in einer frühen Phase ist, drohen ebenso Millionenstrafen wie im Fall der Linzer Stickstoffdioxid-Probleme.
Im Fall von Enns/Kristein werde aber nichts herauskommen, meint  Anschober: "Eine zentrale Maßnahme wurde für diesen Abschnitt bereits vor über einem Jahr festgelegt, das Fahrverbot für Stinker-Uralt-LKW und das tritt im Juni in Kraft."

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden