Sa, 21. Oktober 2017

Studie zeigt:

14.04.2016 16:02

Österreichs Jugendliche sind so brav wie noch nie

Österreichs Jugendliche sind Frühaufsteher, trinken Wasser anstatt Alkohol, kochen oft selbst, machen Hausarbeit, treffen Freunde am liebsten zu Hause, und Smartphone, Tablet und Co. gehören zum Alltag. Eine aktuelle Studie "begleitete" Teenager und junge Erwachsene 24 Stunden lang und gibt interessante Einblicke. Fazit: Die heutige Jugend ist viel "braver", als Eltern es vermuten würden.

Nach dem Aufstehen geht es gut gelaunt für eine Viertelstunde ins Bad. Ohne Smartphone läuft überhaupt nichts. Dabei ist Telefonieren Schnee von gestern. Die heutige Jugend unterhält sich über Kurznachrichten. Hier gilt: Je jünger, desto fleißiger wird getippt. So verschicken die 14- bis 19-Jährigen pro Tag 81 Kurznachrichten, die 25- bis 29-Jährigen nur 27. E-Mails sind komplett out. Facebook ist das meistgenutzte soziale Medium. 80 Prozent der Befragten klicken es fünfmal täglich an, gefolgt vom Videodienst YouTube und Instagram.

Von wegen die Jungen interessieren sich nicht dafür, was rund um sie abläuft: 70 Prozent geben an, Nachrichten wahrzunehmen. Dabei dominieren Politik und Chronik. Die Infos beziehen sie aus Radio, Fernsehen, Zeitungen und digitalen Medien.

Jugendliche als Sportmuffel
Ein dickes Minus gibt es in Sachen Bewegung. Im Schnitt wird nur eine Stunde an der frischen Luft verbracht. So entfällt mehr als die Hälfte des Tages auf die Nichtbewegungsarten Sitzen, Chillen und Liegen. Trotzdem fühlen sich 30 Prozent ausgepowert. Wenn Bewegung, dann indoor, etwa in Fitnessstudios.

"Wenig Sport steht eine gesunde und ausgewogene Ernährung gegenüber", erklärt Alexander Knechtsberger, Gründer der DocLX-Holding. Dabei steht Selbstzubereitetes hoch im Kurs, wobei dem gängigen Klischee entsprechend junge Frauen öfter den Kochlöffel schwingen und sich mehr im Haushalt betätigen als Burschen. Fast Food und Fertiggerichte spielen überraschend eine untergeordnete Rolle.

"Keine Rebellengeneration"
Lieblingsgetränk ist für 70 Prozent Leitungswasser, gefolgt von Kaffee. Alkoholische Getränke haben bei der Befragung nur 15 Prozent am Vortag getrunken. Alkohol und Energy-Drinks werden bevorzugt am Samstagabend konsumiert.

"Die jungen Erwachsenen sind keine Rebellengeneration, sondern haben sich mit dem System und seinem Mechanismus angefreundet. Sie sind weitgehend zufrieden", zieht Studienautor und Marketagent.com-Chef Thomas Schwabl Bilanz.

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