Fr, 24. November 2017

Management gefragt

14.04.2016 09:24

Gämsen sind laut Experten massiv gefährdet

Unsere Naturverbundenheit verdrängt das Wild aus seinem natürlichen Lebensraum, der Bestand an Gämsen zum Beispiel ist deswegen bereits massiv zurückgegangen. Deshalb fordert der Landesjagdverband ein Management mit allen Nutzergruppen - von Land- und Forstwirtschaft über Alpinvereine bis zum Tourismus.

"Mit wildökologischer Raumplanung könnten die unterschiedlichen Interessen besser koordiniert und vorhandene oder zu erwartende Konflikte leichter vermieden werden", erklärt der stellvertretende Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner. Wenn sich Menschen - egal, ob aus land- und forstwirtschaftlichen Gründen oder touristischen Interessen - immer mehr in den Lebensraum des Wildes ausbreiten, verlieren diese ihre Rückzugsgebiete.

Gamswild ist massiv gefährdet
Das führte zum Beispiel bereits dazu, dass Gamswild massiv gefährdet ist: "Ihr Bestand ist in den vergangenen dreißig Jahren sehr stark zurück gegangen, weil sie in kleine Restbereiche der Alpen verdrängt wurden und mit landeskulturellen Interessen kollidieren", wird gewarnt. Eine positive Raumordnung würde nicht nur jagbare Tiere betreffen, sondern allen noch frei lebenden Wildtieren Platz geben.

Problem: Schwarze Schafe unter den Jägern
Ein anderes Problem sind "schwarze Schafe" unter den Jägern, wie jene 64-jährige Linzerin, die - wie berichtet - im Nationalpark einen geschützten Luchs gewildert und damit die Wiederansiedlung um Jahre zurückgeworfen hat. Neben ihr wurde inzwischen auch ihrem Gatten die Jagdkarte entzogen: Wegen Unzuverlässigkeit, weil er in seinem Jagdrevier mit seinem Auto betrunken gegen ein Trafohäuschen gekracht war.

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