So, 19. November 2017

Bleibt im Bundestag

13.04.2016 21:49

Crystal Meth: Deutscher Grüner kauft sich frei

Die Affäre rund um den mutmaßlich mit Crystal Meth erwischten deutschen Grünpolitiker Volker Beck ist - zumindest aus dessen Sicht - ausgestanden: Der 55-Jährige kaufte sich mit 7000 Euro frei, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Damit sind die Ermittlungen offiziell eingestellt.

Der Politiker war Anfang März in Berlin mit 0,6 Gramm einer verdächtigen Substanz kontrolliert worden, bei der es sich laut Medienberichten um die Droge Crystal Meth gehandelt haben soll. Beck legte nach Auffliegen der Affäre seine Posten als innen- und religionspolitischer Sprecher der Fraktion sowie als Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe nieder und ließ sich krankschreiben.

"Mein Verhalten war falsch und dumm"
Am Mittwoch äußerte sich Beck in Berlin erstmals persönlich zum Thema - und gab sich zerknirscht: "Mein Verhalten war falsch, und es war dumm. Das tut mir leid", wurde er in deutschen Medien zitiert. "Leid tut mir auch, dass ich es vielen Menschen, die mich seit Jahren unterstützen, in den letzten Wochen nicht gerade leicht gemacht habe." Er bat um Entschuldigung - auch in einem schriftlichen Statement.

Mit dem unmittelbar nach Bekanntwerden des Drogenfundes vollzogenen Rücktritt von seinen Fraktionsfunktionen ist die Angelegenheit für Beck anscheinend ausgestanden: Trotz Aufhebung seiner Immunität bleibt er Bundestagsabgeordneter, die Krankschreibung bleibt freilich aufrecht: "Mein Arzt rät mir, die Arbeit allenfalls stundenweise wieder aufzunehmen", so Beck.

Drogenbesitz verharmlost? Beck bedauert
Für seine viel zitierte erste Reaktion auf die Affäre, er sei "immer ein Verfechter liberaler Drogenpolitik" gewesen, hatte Beck nun auch eine neue Interpretation parat: Menschen, die Drogen nehmen, dürften nicht kriminalisiert werden, habe er damit gemeint. Gleichzeitig wolle er den Konsum bestimmter Substanzen aber nicht verharmlosen. "Dass es missverstanden werden konnte, dafür bitte ich um Verzeihung", so Beck.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden