Fr, 24. November 2017

Tod zweier Tiere

13.04.2016 10:17

Wann dürfen Jäger eigentlich auf Hunde schießen?

Die Wogen sind hochgegangen, nachdem bekannt geworden ist, dass in der Oststeiermark zwei Familienhunde durch Jägerhand gestorben sind. Ihre toten Körper werden jetzt obduziert, der Waidmann heute einvernommen. Was der Landesjägermeister Heinz Gach zu dem Vorfall sagt, hat uns natürlich auch interessiert.

Zwei Familien trauern um ihre Tiere: "Senta" und "Jamie" starben durch Jägerhand; gegen den Waidmann gibt es schwere Vorwürfe zu den Umständen.

"Krone": Herr Gach, jetzt einmal abgesehen von dem Vorfall: Wann dürfen Jäger eigentlich auf Hunde schießen?
Heinz Gach: Es darf nur auf Wild jagende Hunde - also solche, die man quasi in flagranti erwischt - geschossen werden. Einschränkung: Zwischen 15. September und 15. März nur bei konkreter Gefährdung des Wildes.

"Krone": Sie kämpfen lange schon für ein besseres Image der Jäger, ist Hundeabschuss also in Ihrem Sinn?
Gach: Sie kennen mich lang genug, um zu wissen, dass es so ausschaut: Wir haben schon vor Jahren eine Broschüre gemacht, aus der hervorgeht, wie der optimale Weg sein sollte. Demnach ist Verständigung des Hundehalters oder der Behörden die erste, Abschuss die letzte Möglichkeit.

"Krone": Wie funktioniert die sanftere Schiene, auf die Sie damit setzen?
Gach: 1996 hatten wir 897 Risse durch Hunde, im Vorjahr 292. Das spricht für sich.

"Krone": Was sagen Sie zu den Vorwürfen, die dem Jäger gemacht werden?
Gach: Ich lass mich nicht auf Spekulation ein. Wir leben in einem Rechtsstaat. Warten wir die Ergebnisse ab.

Dies sollten in den nächsten Tagen vorliegen.

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