Mi, 22. November 2017

Verdächtiger in Haft

13.04.2016 06:16

Polizei sperrte Teil von Amsterdamer Flughafen

Der Amsterdamer Flughafen Schiphol ist am späten Dienstagabend bei einem Polizei-Großeinsatz teilweise geräumt und abgesperrt worden. Schwer bewaffnete Polizisten sowie Einsatzfahrzeuge blockierten die Zufahrt zum Airport. Erst nach mehrstündiger Sperrung wurde er wieder freigegeben. Ein Mann sei "in einer verdächtigen Situation" festgenommen worden, teilte eine Sprecherin der Flughafenbehörde mit. Seit den Anschlägen auf den Brüsseler Flughafen Zaventem im März gilt in Schiphol die höchste Alarmstufe.

Das niederländische Fernsehen zeigte schwer bewaffnete Polizisten hinter Absperrungen. Ein Hubschrauber kreiste über dem Airport. Neben Teilen des Flughafens wurde auch das angrenzende Sheraton-Hotel evakuiert. Laut einem Sprecher der niederländischen Militärpolizei untersuchten Sprengstoffexperten das Gepäck des Verdächtigen, konnten aber nichts finden. Nach vier Stunden wurde die Sperrung wieder aufgehoben.

Flugbetrieb verlief weitgehend normal
Der Flugbetrieb lief nach Angaben des Sprechers normal weiter, auch die Zugverbindungen im Tiefgeschoß des Flughafens seien nicht beeinträchtigt gewesen. An einem nahe gelegenen Bahnhof sei eine weitere Person festgenommen worden, dies habe sich aber als "falscher Alarm" herausgestellt, sagte eine Sprecherin der Polizei. Eine weitere Festnahme am Flughafen selbst habe nichts mit dem Sicherheitsalarm zu tun gehabt.

Schiphol vor den Toren der niederländischen Hauptstadt Amsterdam ist einer der größten Flughäfen in Europa. Er hat als größter Airport der Niederlande fünf Start- und Landebahnen. Mit pro Jahr 58 Millionen abgefertigten Passagieren und 1,6 Millionen Tonnen Fracht gehört er zu den größten Drehkreuzen in Europa.

In der belgischen Hauptstadt Brüssel hatten sich am 22. März zwei islamistische Attentäter in der Abfertigungshalle des Flughafens Zaventem in die Luft gesprengt. Später verübte ein Komplize in einer U-Bahn in Brüssel einen weiteren Selbstmordanschlag. Die Täter rissen insgesamt 32 Menschen mit in den Tod. Der Flughafen war zunächst gesperrt, seit dem 3. April wurde der Flugverkehr aber schrittweise wieder aufgenommen.

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