So, 19. November 2017

„Panama Papers“

13.04.2016 06:06

Razzien in Büros der Kanzlei Mossack Fonseca

Mehr als eine Woche nach den Enthüllungen der "Panama Papers" hat die Polizei Büros der Finanzkanzlei Mossack Fonseca in Panama-Stadt durchsucht. An den Razzien in der Kanzlei, die im Zentrum der Enthüllungen steht, sei auch eine Einheit zur Bekämpfung des Organisierten Verbrechens beteiligt gewesen, hieß es in einer Erklärung der Staatsanwaltschaft vom Dienstag. Ziel sei es, zu prüfen, ob das Unternehmen für illegale Aktivitäten genutzt wurde.

Offshore-Geschäfte, wie sie die Kanzlei für ihre Kunden aus aller Welt betreibt, sind nicht per se illegal. Briefkastenfirmen können allerdings zur Steuerhinterziehung oder Geldwäsche genutzt werden.

Zeitungen aus aller Welt berichten seit Sonntag vor einer Woche über die dubiosen Finanzpraktiken der Kanzlei, nachdem eine anonyme Quelle Medien Dokumente von Mossack Fonseca zugespielt hatte. Demnach nutzten offenbar Spitzenpolitiker, Sportstars und andere Prominente die Kanzlei, um Steuern zu umgehen. Zudem soll sie Personen mit Kontakten zur Organisierten Kriminalität und aus sanktionierten Staaten zu ihren Kunden zählen.

Die Unternehmen aus den "Panama Papers" wurden den Medienberichten zufolge zum Teil von Mossack Fonseca gegründet. Die Kanzlei bestreitet, in illegale Geschäfte verwickelt zu sein.

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