Fr, 24. November 2017

Kaum leistbar

11.04.2016 22:18

Wohnen für Studenten ist teuer!

Salzburg und Wohnen - eine Beziehung bei der das Verhältnis derzeit nicht zusammen passt. Hohe Mieten, zu wenig Auswahl, gerade für Bewohner mit dünnem Geldbeutel ist das Grundbedürfnis eine Herausforderung. Besonders für Studenten: Vorbei ist die Zeit von billigen Wohnheimen, Wohngemeinschaften oder günstigen Untermieten. Die "Krone" hat sich am Unigelände umgehört und kam zum Ergebnis: Ohne Nebenjob oder "Hotel Mama" geht oft gar nichts mehr.

"Ich wohne noch zu Hause bei meiner Mutter. Arbeite aber neben dem Studium. Momentan kann ich mir nicht vorstellen auszuziehen, weil ich es mir niemals leisten könnte", erzählt Katrin Crisafulli (21), Studentin der Sprachwissenschaften in Salzburg. Laura Wass (19), Studentin italienisch, ist bereits ausgezogen und kennt die Schwierigkeiten "Stipendium, Kinderbeihilfe und einiges selbst verdienen, so bekomme ich das mit dem Finanzieren hin. Weniger für die Miete bezahlen, wäre natürlich super." Die Uni besuchen, ohne zu Arbeiten, ist für die meisten der 18.000 Studierenden in der Mozartstadt kaum möglich.

Makler erklärt die Lage
Die Mietpreise sind nämlich zu hoch. Das Problem kennt auch Immobilienmakler Michael Denkstein: "Erschwingliche Mieten in Salzburg, das ist unmöglich." Der Grund dafür liegt etwa fünf Jahre zurück. In dieser Zeit wurden viele Wohnungen zu hohen Preisen, als Anlage gekauft." Auch Gerald Hubner, Hölzl & Hubner Immobilien bestätigt:"In der Finanzkrise setzten viele Anleger auf Investition in Sachlage (Neubau und Bestandswohnungen)." Der Preis der Mieten ist so hoch, weil die Vermieter Rendite erzielen wollen. "Zehn Euro pro Quadratmeter muss man rechnen, unter diesem Preis eine ordentliche Wohnung zu finden ist schwierig", so Denkstein

Ideal: Wohnung mit zwei getrennten Zimmern
"Die Nachfrage für zwei Zimmerwohnungen ist sehr hoch. Das Hauptkriterium für die Studenten ist der Preis. Maximal 800 Euro darf die Wohnung kosten." Damit der Immobilienmakler ohne Risiko vermieten kann, setzt er auf Sicherheit:" Neunzig Prozent der Mietwohnungen, die von Studenten bewohnt werden, bezahlen deren Eltern. Häufig werden diese mit in den Mietvertrag aufgenommen oder übernehmen eine Bürgschaft", erklärt Denkstein.

Wohnungssuche: Oft wird zu kurzfristig gesucht
Wenn sich die Hörsäle im Oktober wieder füllen, muss jeder eine Wohnung haben. Denkstein weiß aber, dass es nicht immer gut geht: "Die Wohnungssuche ist oft knapp angelegt. Im Herbst suchen einfach alle nach einer Bleibe. Ich rate den Studenten, sich mindestens drei Monate vorher auf die Suche zu machen." "Ein Trend geht ganz klar in Richtung WG’s", weiß Christian Struber, der Geschäftsführer der Salzburg Wohnbau. "Wenn man zu dritt oder zu viert wohnt, kann viel gespart werden", so Struber weiter. Was den Anstieg der Mietpreise betrifft, ist eine Prognose schwierig. "Ausschlaggebend ist immer das Angebot und die Nachfrage," so Struber.

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