Mo, 23. Oktober 2017

Wiener enttäuschen

11.04.2016 10:53

Rapid – Austria: Statt Titelduell nur Frust-Derby

2:2 gegen den WAC und 0:2 gegen Grödig. Rapid seit fünf Runden sieglos, die Austria seit vier - so ebnet Fußball-Wien Salzburg den Weg zum Meistertriple. Im Video oben sehen Sie die Highlights des 2:2-Remis von Rapid beim WAC.

Auf dem Weg vom ORF-Interview zur Pressekonferenz hörte Rapids Trainer Zoran Barisic Schmährufe von drei frustrierten Rapid-Fans gegen seine Person: "Super hast das gmacht!" Obwohl er fuchsteufelswild war, reagierte Barisic nicht darauf. So weit hatte er sich auch ohne Beruhigungszigarette im Griff. Danach klagte er: "Wir haben nicht erst heute Punkte liegen gelassen, die man niemals liegen lassen darf." Wolfsberg war die Fortsetzung von Altach und Ried: Überall genug Chancen zum Sieg, die ungenützt blieben. In Altach und Ried schoss Rapid kein Tor, in Wolfsberg zwei - reichte auch nicht.

Fünf Spiele hintereinander keinen Sieg gab es bisher ohne Barisic nie. Eine Unserie zur falschen Zeit. Ein "Zitterbein" vor dem gegnerischen Tor, wie er es nannte, kostete in diesen drei Partien sieben Punkte - mit denen wäre Rapid trotz des 0:4-Desasters gegen Admira derzeit auf Platz eins. Wahnsinn.

Austria Talfahrt dank eigener Lässigkeiten
Die VIP-Tribüne der Austria ist die wahrscheinlich kritischste in ganz Österreich, selbst nach Siegen wird oft geraunzt, eine unattraktive Spielweise bekrittelt, das berühmte "Haar in der Suppe" gesucht. Also musste man Samstag darauf vorbereitet sein, dass der VIP-Klub nach der 0:2-Heimniederlage gegen den Letzten der Liga so richtig "kochen" würde.

Doch weit gefehlt. Fast kein Wort der Kritik, mehr Fassungslosigkeit. Da spielte die Austria eine Stunde lang so gut wie selten zuvor in dieser Saison - und verließ mit einer Blamage den Platz.

Hier im Video sehen Sie die Highlights der 0:2 Heimpleite der Austria gegen Grödig:

Skurril. Weil Grödigs Tormann Rene Swete, der unzählige Chancen der Austria bravourös zunichte machte, das "Spiel seines Lebens" absolvierte. Und auf der Gegenseite der lässige Raphael Holzhauser den "Fehler seines Lebens" fabrizierte.

Nur für ihn gab es bei seiner Auswechslung Pfiffe, sonst reagierten die 6300 Zuschauer mit aufmunterndem Applaus - was die Mannschaft auch honorierte, keiner ging nach dem Schlusspfiff sofort in die Kabine, alle verabschiedeten sich von den Anhängern. Die Austria zeigte geschlossene Solidarität - auch, weil das Derby vor der Tür steht. Und das soll gewonnen werden.

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