Fr, 20. Oktober 2017

Kampfsportschulen

11.04.2016 10:08

Putin „steuert geheime Armee in Deutschland“

Kampfsportschulen, die die spezielle Technik "Systema" lehren, haben offenbar auch eine erweiterte Funktion: Über sie verfügt Wladimir Putin laut dem deutschen Buchautor Boris Reitschuster nämlich über ein Netzwerk von Elitekämpfern in westlichen Staaten. In Deutschland habe sich der Kremlchef somit quasi eine geheime Untergrundarmee geschaffen, auf die er ständig zugreifen könne.

"Systema" beinhaltet waffenlosen Nahkampf mit Griffen, Schlägen und Tritten sowie Messerkampf und die Entwaffnung von Kontrahenten. Die Kampfsportart setzt dabei nicht auf strikte Regeln oder starre Strukturen. Vielmehr wird sehr stark auf Improvisation und Intuition Wert gelegt. In fast allen westlichen Ländern bestehen Schulen, die diese Kampfsportart unterrichten.

Von Ex-Agenten geführt
Zwar trainieren "Systema" durchaus auch normale Menschen, hinter den Kulissen ziehen laut Reitschuster aber der russische Geheimdienst und Elitetruppen des Militärs die Fäden. Schulen werden vor allem von Ex-Agenten und Elitesoldaten Russlands geführt. Dadurch dienen sie als perfekte Tarnung für geheime Aktivitäten - und werden auch dementsprechend genutzt. So hält der Autor gegenüber "Bild" fest: "Diese Kampftruppe im Feindesland ist eine tragende Säule in Putins verdecktem Krieg gegen den Westen."

Laut einem Bericht der "Bild" verfolgen die "Systema"-Schulen dabei folgende Ziele:

  • "Herbeiführen von Unruhen und Verunsicherung im Zielgebiet"

  • "Multiplizieren der Streitmacht durch die unerkannte Kommandogruppe"

  • Anwerben "künftiger Eliten"

  • In Zielländern politische und gesellschaftliche Prozesse "zu verzerren"

  • "Nicht-demokratische Vorstellungen zu vermitteln"

Reitschuster erklärt, dass diverse westliche Geheimdienste die Aktivitäten der "Systema"-Gruppen gezielt verfolgen. Demnach dürfe man deren Bedrohung, vor allem bei der Auslösung bzw. Anstachelung von Unruhen, nicht unterschätzen.

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