Fr, 20. Oktober 2017

Gefahr für Ö

10.04.2016 19:00

Slowenische Atomruine steht in Erdbeben-Risikozone

Tragische Ironie der nuklearen Gefahr: Am Donnerstag entdeckten Experten eine weitere und bisher unbekannte Erdbebenlinie rund um das slowenische AKW Krsko. Zwei Tage später beutelte ein Beben der Stärke 4,2 das Risikogebiet rund um die Atomruine durch...

Nur knapp 110 Kilometer von Österreichs Grenze im Süden tickt die slowenische "Zeitbombe". Das AKW befindet sich in einer seismologischen Risikozone. Bereits vor 35 Jahren hochgefahren, sollte es 2023 stillgelegt werden. Jetzt allerdings einigten sich Slowenien und Kroatien still und heimlich auf eine Betriebsverlängerung um bedrohliche 20 (!) Jahre.

"AKW mit dem höchsten Erdbebenrisiko in ganz Europa"
Und nun spitzt sich die Lage weiter zu: Eine internationale Expertengruppe hat vergangene Woche festgestellt, dass seismische Störlinien in einem Umkreis von 25 Kilometern um den Reaktor liegen. "Da Krsko zwischen der pannonisch-alpinen und adriatischen Platte liegt, ist es das AKW mit dem höchsten Erdbebenrisiko in ganz Europa", so Reinhard Uhrig von GLOBAL 2000.

"Das Beben von Samstagnachmittag bestätigt unsere Bedenken gegen den Schrottmeiler einmal mehr und unterstreicht unsere Forderung: Das AKW Krsko muss stillgelegt werden", warnt auch die steirische Landtagsabgeordnete Sabine Jungwirth (Grüne). Auch Umweltlandesrat Jörg Leichtfried (SPÖ) fordert ein Nein zur Laufzeitverlängerung des slowenischen AKW: "Bald jährt sich der Super-GAU von Tschernobyl zum 30. Mal. Das traurige Jubiläum sollte Anlass für ein Nein zu Krsko sein."

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