Mo, 19. Februar 2018

Matratze fing Feuer

08.04.2016 10:51

Brand in Kinderzimmer: Sechsjähriger Bub erstickt

Bei einem Zimmerbrand in Wien-Donaustadt ist in der Nacht auf Freitag ein Kind ums Leben gekommen. Die Matratze des sechsjährigen Buben hatte zu glosen begonnen, das Kind dürfte an den Rauchgasen erstickt sein.

Die 22-jährige Mutter des Kindes wachte gegen 3 Uhr auf und bemerkte den Brandgeruch. Die Frau versuchte noch, ihren Sohn zu bergen, es fiel allerdings der Strom aus und die Rauchentwicklung war zu stark. Die 22-Jährige konnte sich gerade noch ins Freie retten.

Wiederbelebung scheitert
Das Kind wurde kurz darauf von der Feuerwehr geborgen. Bis zum Eintreffen der Rettung versuchten Nachbarn den Buben wiederzubeleben. Die Wiener Berufsrettung führte die Reanimationsmaßnahmen dann auf dem Weg ins Krankenhaus weiter, sagte Sprecher Ronald Packert. Allerdings waren die Bemühungen vergeblich. Die 22-jährige Mutter wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ebenfalls ins Krankenhaus befördert. Sie stand unter Schock.

Die Matratze wurde von der Feuerwehr ins Freie gebracht und dort gelöscht. Die Einsatzkräfte entdeckten darauf eine "punktförmige Erwärmung", so Sprecher Christian Feiler. Das Kinderzimmer war durch den Ruß komplett schwarz. Ob das Kind gezündelt hat oder ein elektronisches Gerät an dem Glosen schuld war, werde noch ermittelt.

"Zwei, drei Atemzüge und man ist bewusstlos"
Dass in der Wohnung auch der Fehlerstrom-Schutzschalter - kurz FI-Schalter genannt - gefallen war, könnte auf einen technischen Defekt hinweisen. Die giftigen Dämpfe durch die glosende Matratze dürften rasch zur Bewusstlosigkeit des Kindes geführt haben. "Zwei, drei Atemzüge Rauchgase eingeatmet, und man ist bewusstlos. Ein paar Atemzüge mehr und man kann ersticken", so Feuerwehrsprecher Feiler.

Die Brandermittler der Polizei haben ihre Arbeit aufgenommen, mit einem Ergebnis ist laut Polizeisprecher Christoph Pölzl in zwei bis drei Wochen zu rechnen. In dem Kinderzimmer wurde auch eine tote Katze gefunden.

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