Mo, 20. November 2017

Feuerteufel am Werk

08.04.2016 08:28

Brandserie in Salzburg hält Einsatzkräfte auf Trab

In Salzburg nimmt derzeit eine unheimlichen Brandserie kein Ende: Elfmal wurde in einem Haus in der Mühlstraße 3 in Gnigl Feuer gelegt. Eine bereits festgenommene Verdächtige (40) gibt aber nur eine Tat zu. Dann zündete ein Unbekannter in einer Tiefgarage in der Schlossstraße (Parsch) ein Auto an. Nun brannte es in der Aglassingerstraße in Gnigl.

Es war kurz nach Mitternacht, als ein Bewohner des Mehrfamilienhauses in der Aglassingerstraße 66 den starken Brandgeruch im Haus bemerkte. Er hielt Nachschau und entdeckte im Anbau hinter dem Gebäude ein Feuer. Ein weiterer Nachbar wurde darauf aufmerksam. Während der eine im Treppenhaus einen Feuerlöscher nahm und zum Anbau lief, schlug der andere bei Feuerwehr und Nachbarn Alarm.

Bewohner griff selbst zum Feuerlöscher
Einsatzleiter Horst Reiter von der Berufsfeuerwehr eilte mit 18 Mann sofort zu Hilfe, die Freiwilligen vom Löschzug Bruderhof/Schallmoos schickten zwölf Mann nach Gnigl. "Im Anbau waren Sperrmüll und Fahrräder gelagert. Der Bewohner hatte den Brand schon großteils selbst gelöscht", schildert Berufsfeuerwehr-Chef Reinhold Ortler. Die Kameraden löschten letzte Glutnester ab und räumten den Schutt aus dem Anbau.

Brand vermutlich gelegt
Der Bewohner, der selbst löschte, wurde zur Sicherheit ins Spital gebracht. Dort stellten die Ärzte aber keine Beeinträchtigung fest. Reinhold Ortler vermutet, dass eine achtlos weggeworfene Zigarette oder noch heiße Asche das Feuer verursacht haben. Nachdem Brandermittler Walter Stütz und sein Hund die Matratze, von der das Feuer ausging, untersucht hatten, stellte sich die Lage anders dar: Sowohl der Vierbeiner von Stütz als auch der eines Kollegen schlugen an. Damit dürfte ein Brandbeschleuniger im Spiel gewesen sein.

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