So, 19. November 2017

Hotline berät

08.04.2016 07:03

Appell: Wildtierfindlinge nicht voreilig „retten“

Jedes Jahr im Frühling werden zahlreiche Vogel-, Eichhörnchen-, Siebenschläfer- oder Feldhasenbabys von aufmerksamen Tierfreunden in die "Pfotenhilfe Lochen" in Oberösterreich gebracht und von den Tierpflegern versorgt. Aber Achtung: bei weitem nicht jedes aufgefundene Wildtier braucht Hilfe - im Gegenteil!

"Kürzlich wurden uns zwei Jungmeisen gebracht, die aus dem Nest gesprungen oder gestürzt sind und dann scheinbar verlassen am Boden saßen, da sie noch flugunfähig sind", so "Pfotenhilfe"-Obfrau Johanna Stadler. "Sofern die Jungtiere gesund sind, werden sie aber auch außerhalb ihres Nestes von ihren Eltern versorgt. Das wissen viele Menschen nicht!"

Nicht immer liegt ein Notfall vor
Amseln, Lerchen, Möwen oder manche Greifvögel sind beispielsweise Bodenbrüter. Feldhasen werden bewusst von ihren Müttern alleine in der "Sasse" zurückgelassen. Igel hingegen sind nicht tagaktiv - wenn diese sich bei Tag zeigen, stimmt etwas nicht.

"Rufen Sie im Zweifel unsere Hotline an!"
"Wenn Sie sich nicht sicher sind, rufen Sie bitte die Hotline der Pfotenhilfe unter der Telefonnummer 0664/122 13 67 an. Durch die langjährige Erfahrung im Umgang mit Wildtieren können wir im Einzelfall beraten und verhindern, dass die Tiere gefährdet werden", appelliert Stadler, "denn nur im absoluten Notfall wie Krankheit oder Schwäche sollen und dürfen Wildtiere in menschliche Obhut genommen werden."

Mehrere Vereine kümmern sich um Findlinge
Die "Pfotenhilfe" ist jedenfalls dafür gerüstet und pflegt solche Tiere gesund, bis sie wieder ausgewildert werden, wie in den aktuellen Fällen eines Meisenbabys und einer Taube mit gebrochenem Flügel. In Wien kann man sich an die "Wildtierhilfe" wenden, in der Steiermark an den Vieren "Kleine Wildtiere in großer Not".

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