Mo, 23. Oktober 2017

Großalarm

07.04.2016 11:36

Unbekannter zündet Auto in Garage an!

Nachdem eine Serie von elf Brandstiftungen Polizei und Feuerwehr in Salzburg-Gnigl auf Trab gehalten hatte - eine Verdächtige wurde gefasst - gab es in der Nacht zum Mittwoch Alarm in der Tiefgarage eines Wohnblocks in der Schlossstraße in Parsch.

Eine Mieterin war gegen drei Uhr wach geworden. Sie bemerkte den dichten Rauch, der aus der Tiefgarage unter dem Gebäude drang und alarmierte sofort Feuerwehr und Polizei: "Hilfe, bei uns brennt es!" Binnen Minuten rückten 18 Mann mit fünf Fahrzeugen von der Berufsfeuerwehr unter der Leitung von Ing. Stefan Krakowitzer und 26 Kameraden mit drei Fahrzeugen von den Freiwilligen der Wache Bruderhof-Schallmoos aus. "In der Garage brannte ein Mitsubishi, zwei daneben abgestellte Motorräder hatten ebenfalls Feuer gefangen", schildert der Berufsfeuerwehr-Chef Dipl. Ing. Reinhold Ortler.

Einige Bewohner des Hauses hatten sich bereits in Sicherheit gebracht. Andere konnten in den Wohnungen bleiben. "Es musste nur teilweise evakuiert werden", berichtete Ortler. Drei Atemschutztrupps drangen in der Zwischenzeit zum Brandherd vor. "Es war total verraucht. Autos haben ja so viele Kunststoffteile und die Reifen", so Ortler.Trotzdem konnten die Flammen rasch gelöscht werden. "Danach haben wir zum Belüften der Garage unseren LUF, das Lösch-Unterstützungs-Fahrzeug, eingesetzt. Der wurde bei der Ein- und Ausfahrt aufgestellt und hat die Luft rausgeblasen", schildert Ortler.

20 m lange Benzinspur bis zum Ausgang
Der Mitsubishi brannte komplett aus, die Motorräder wurden stark beschädigt und auch die Garage blieb nicht verschont. Der Schaden ist ziemlich groß. Brandermittler Walter Kittl fand rasch heraus, dass das Feuer gelegt war. "Eine 20 cm lange Benzinspur führt vom Mitsubishi zum Ausgang. Bei dem Wagen war der Tankdeckel aufgebrochen. Allerdings war da nur Diesel drin, der brennt nicht so extrem schnell wie Benzin." Das Auto dürfte auch aufgebrochen worden sein. "Es gibt Gewaltspuren am Fahrzeug", weiß Kittl. Die Polizei vermutet, dass der Täter gezielt die Fahrzeuge eines Paares zerstörten wollte. Er riskierte aber auch das Leben der Bewohner. "Da wollte jemand ein Inferno entfachen. Zum Glück wurde der Brand zeitig entdeckt und so auch niemand verletzt", so Walter Kittl.

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