Di, 24. Oktober 2017

Nach Alko-Drama

07.04.2016 09:42

Alpinist Kammerlander erwägt Umzug nach Österreich

Hans Kammerlander nennt seine Alko-Fahrt vor zweieinhalb Jahren mit einem Todesopfer den größten Fehler seines Lebens. "Alle Fehler, die ich je am Berg gemacht habe, sind im Vergleich dazu banal", sagte der Alpinist aus Südtirol dem Allianz-Kundenmagazin "1890". Er erwäge nach Anfeindungen, seine Heimat zu verlassen.

"Ich spiele mit dem Gedanken, aus Südtirol wegzuziehen. Und dann wieder fällt mir der Schritt extrem schwer", sagte Kammerlander. Er könne sich vorstellen, nach Osttirol in die Lienzer Dolomiten zu ziehen: "Da ist es so schön wie bei uns."

Kammerlander war unweit seines Heimatortes im Tauferer Ahrntal am 26. November 2013 an einem Unfall mit fünf Fahrzeugen beteiligt. Ein junger Mann starb. Kammerlander war alkoholisiert. Er bekam zwei Jahre Haft auf Bewährung und gab ein Jahr den Führerschein ab.

Ruf in der Heimat schwer ramponiert
Seitdem hat sein Ruf in seiner Heimat schwer gelitten. Der Extrembergsteiger, der als Erster auf Skiern vom Mount Everest abfuhr, hält in seiner Heimat keine Vorträge mehr. "Es wird nie ganz vorbei sein." Es habe mehr als 8000 Online-Beiträge zum Thema gegeben, die meisten negativ. "Wenn ich heute zu Hause unterwegs bin und Leuten begegne, frage ich mich oft: Hat der auch solche Sachen über mich im Netz geschrieben?"

Zu den Eltern des Unfallopfers habe er keinen Kontakt mehr. "Ich glaube, das ist schwer für sie", sagte er. "Es tut mir alles furchtbar leid. Sie waren vom milden Urteil enttäuscht."

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