Sa, 18. November 2017

Aus und vorbei

06.04.2016 20:49

Stöger verbietet den Köln-Spielern „Fair Play“!

Das ist doch mal eine Hammer-Ansage: Peter Stöger, Trainer des 1. FC Köln, hat seinen Kickern offenbar offiziell verboten, das im modernen Fußball ohnehin immer öfter ad absurdum geführte Ball-Rausschießen nach Verletzungen bei Gegenspielern weiter zu praktizieren. Hintergrund: Am vergangenen Spieltag hatten die Kölner das Gegentor zum 1:1-Ausgleich kassiert, eben weil sich Hoffenheim auch nicht an diese - freilich ungeschriebene - Regel gehalten hatte. Stöger laut "Bild": "Das ist mir lieber so. Dann haben wir klare Verhältnisse."

Dem Kölner "Express" gegenüber präzisierte Stöger noch, was bereits beim kommenden rheinischen Derby seiner "Geißböcke" gegen Bayer Leverkusen zu erwarten sei: "Wir werden mit Bayer beratschlagen, dass, wenn jemand liegt, wir darauf hoffen, dass der Schiri entscheidet, ob der Junge wirklich verletzt ist. Ansonsten werden wir weiter spielen."

Mit dieser - wohl nur auf den ersten Blick unsportlichen - Entscheidung will man einer Entwicklung im modernen Fußball begegnen, gemäß der es oftmals nur darum geht, mit einer vorgetäuschten Verletzung den Angriff des Gegners zu stoppen. Und kaum ist der Ball aus dem Spiel und der Angriffselan versandet, springt der gerade noch Verletzte wieder quietschvergnügt auf.

Hier im Video sehen Sie alle Highlights der Partie Hoffenheim gegen Köln inklusive der strittigen Szene am Ende!

Zustimmung zum Vorstoß von Stöger gibt’s ausgerechnet aus dem Lager des nächsten Gegners Bayer Leverkusen. Sportchef Rudi Völler gegenüber dem "Express": "In Deutschland ist es bereits leider seit Jahren Usus, dazu werden die Spieler moralisch geradezu gezwungen. Das muss ein Ende haben."

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