Di, 21. November 2017

Gorillas in Gefahr

06.04.2016 14:26

„Handywahn“ bedroht unsere nächsten Verwandten

Um die größte Gorilla-Unterart der Welt steht es schlechter als bisher angenommen: Die Bestände der Grauergorillas seien in den vergangenen 20 Jahren um mehr als 77 Prozent zurückgegangen, berichtete der WWF am Mittwoch. Ein Grund für den Rückgang sei der Erzabbau für den weltweiten "Handywahn".

Laut WWF ist die Zahl der Grauergorillas dramatisch gesunken. 1995 habe die Zahl der auch als Östlicher Flachlandgorilla bekannten Tiere noch bei 17.000 gelegen. Derzeit lebten nur noch 3800 Tiere in Wäldern im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Verantwortlich dafür seien unter anderem bewaffnete Konflikte, Wilderei und Bergbau.

Handywahn bedroht nächsten Verwandten
Einer der Hauptgründe für den Bestandsschwund der Menschenaffen ist dem WWF zufolge der vermehrte Abbau von Coltan und die damit einhergehende Lebensraumzerstörung. Das Erz ist essenziell für die Herstellung von Handys und anderen elektronischen Geräten. Viele der Coltan-Minen befinden sich nach Angaben der Natur- und Artenschutzorganisation innerhalb der abgelegenen Lebensräume der Gorillas, weswegen die Minenarbeiter sich häufig von sogenanntem Buschfleisch, also von gewilderten Tieren ernähren - und Gorillas töten.

"Haben die Pflicht, Gorillas vor dem Aussterben zu bewahren"
"Die hochbedrohten Grauergorillas drohen durch eine tödliche Kombination aus bewaffneten Unruhen, Jagd auf Buschfleisch und die Gier nach Coltan für Handys auszusterben. Als einer unserer engsten Verwandten haben wir die Pflicht, die Gorillas vor dem Aussterben zu bewahren", sagt Philipp Göltenboth von WWF Deutschland. "Wenn wir es nicht schaffen, diese majestätischen Tiere vor dem Aussterben zu retten, dann bleibt wenig Hoffnung für andere, deutlich unbekanntere bedrohte Arten."

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