Di, 17. Oktober 2017

Zu viel des Guten

06.04.2016 12:03

„Am Schauplatz“ über Lebensmittel-Verschwendung

Wenn Lebensmittel auf den Mist gekippt werden, dann angeblich nur, weil dies zum Wohle des Konsumenten ist. Was jedoch gern verschwiegen wird: eine bestimmte Menge an Überschuss wird bereits in den Produktion eingerechnet. Daher ist es durchaus üblich, dass ein Drittel des produzierten Obstes und Gemüse nie den Konsumenten erreichen.

Abfälle in der Fleischproduktion sind das größte Tabu der Lebensmittelindustrie, weil in diesem Fall mit Lebewesen kalkuliert und spekuliert wird. 18,7 Prozent der Mastschweine etwa sterben schon während der Aufzucht. Die Produzenten stehen unter großem Konkurrenzdruck und müssen das Fleisch billig abgeben. Und weil es so billig ist, wird viel weggeworfen: Nicht nur vom Endverbraucher, sondern auch in Kantinen und in der Gastronomie.

Deutsche Schätzungen gehen davon aus, dass nur zwei von drei Schweinen vom Menschen gegessen werden. Der Rest lande im Container. Für Österreich gibt es keine detaillierten Zahlen. Aber laut einer Studie der UNO landet fast ein Viertel des gesamten in Europa produzierten Fleisches im Müll.

Die Aktion "Mutter Erde", die auch von der "Krone" unterstützt wird, setzt sich dafür ein, dass dem Thema "Lebensmittelverschwendung mehr Aufmerksamkeit zukommt. Auch die "Schauplatz"-Reportage von Ed Moschitz (Donnerstag, 21.05 Uhr in ORF 2) greift die Problematik auf und zeigt: Würden alle Menschen so leben wie wir, dann bräuchten wir drei Erden.

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