So, 19. November 2017

Mit Tsipras

05.04.2016 15:09

Papst Franziskus besucht Flüchtlingsinsel Lesbos

Papst Franziskus wird in der kommenden Woche nach Griechenland reisen. Auf dem Programm steht auch ein Besuch der Flüchtlingsinsel Lesbos, auf die er von Ministerpräsident Alexis Tsipras begleitet wird. Das verkündete der Chefreporter der "Bild"-Zeitung, Paul Ronzheimer, am Dienstagnachmittag via Twitter.

Der Besuch soll am 14. oder 15. April stattfinden. Eine offizielle Bestätigung aus dem Vatikan gibt es noch nicht, der vatikanische Pressesprecher Federico Lombardi bestätigte allerdings Kontakte mit Griechenland. "Ich dementiere die Medienangaben nicht, doch im Moment gibt es weder ein genaues Datum noch ein Programm", erklärte Lombardi nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA.

Erste Abschiebungen von Lesbos in die Türkei
Griechenland hatte am Montag im Zuge des Pakts der EU mit der Türkei damit begonnen, Flüchtlinge abzuschieben. An Bord von drei Schiffen wurden etwa 200 Personen auf das türkische Festland gebracht. Am Dienstag gab es allerdings keine weiteren Rückführungen, da inzischen fast alle Migranten Asylanträge gestellt haben. Bis diese bearbeitet worden sind, wir es einige Tage dauern.

Papst Franziskus prangert immer wieder an, dass gegenüber dem Schicksal Zehntausender Flüchtlinge oft Gleichgültigkeit herrsche. Es sei notwendig, Verantwortung für das Schicksal dieser Menschen zu übernehmen, forderte das Kirchenoberhaupt etwa zu Ostern in seiner Predigt auf dem Petersplatz in Rom.

Besondere Rolle Griechenlands in Flüchtlingskrise
Am Palmsonntag hatte der Pontifex unter anderem die Rolle Griechenlands in der Flüchtlingskrise hervorgehoben. Griechenland leiste demnach "freigiebige" Hilfe, die von allen Ländern unterstützt werden sollte. Außerdem drängte er auf eine gemeinsame Lösung, die Last der Krise müsse fair verteilt werden. Zugleich drängte er auf politische Verhandlungen für die Lösung von Konflikten, die für die Flüchtlingskrise verantwortlich sind.

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