Sa, 18. November 2017

21 Tote in Duisburg

05.04.2016 10:17

Loveparade-Katastrophe: Prozess geplatzt

Das Landgericht Duisburg hat eine Anklage im Strafverfahren zur Loveparade-Katastrophe im Jahr 2010, bei der 21 Menschen ums Leben kamen und mehr als 600 verletzt wurden, nicht zugelassen. Die Eröffnung des Hauptverfahrens wurde abgelehnt, teilte das Gericht am Dienstag mit. Gegen die zehn Angeklagten bestehe "kein hinreichender Tatverdacht", befand die Strafkammer.

Die Vorwürfe der Anklage könnten mit den vorgelegten Beweismitteln nicht bewiesen werden, hieß es. Eine Verurteilung der Angeklagten sei deshalb nicht zu erwarten. Rechtsanwalt Volker Römermann teilte nach der Entscheidung des Gerichts mit: "Mit einem Prozess wäre niemandem geholfen." Er vertritt mit zwei anderen Anwälten einen Beschuldigten, der für den Loveparade-Veranstalter Lopavent tätig war.

21 Tote und Hunderte Verletzte im Juli 2010
Wegen der Tragödie mit 21 Toten und mehr als 600 Verletzten am 24. Juli 2010 hatte die Staatsanwaltschaft vor gut zwei Jahren Anklage gegen sechs Bedienstete der Stadt Duisburg und vier Mitarbeiter der Loveparade-Veranstalterfirma erhoben. Ihnen wurden fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Ein Gedränge am Zugangsbereich des Geländes hatte zu der Katastrophe geführt.

Weltweites Entsetzen nach Duisburger Katastrophe
Die Ermittlungen gestalteten sich wegen der komplexen Vorgänge, die zu dem Massengedränge führten, von Anfang an sehr schwierig. Das Unglück in der Ruhrgebietsstadt hatte weltweit Entsetzen ausgelöst.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden