Di, 21. November 2017

Am Machlanddamm

05.04.2016 09:28

Bis Herbst soll das „Biber-Problem“ gelöst werden

Es ist ein zweischneidiges Schwert: Einerseits steht der Biber unter Naturschutz, andererseits gefährden die Nager die Stabilität des Machlanddamms - wir berichteten. In den vergangenen Monaten wurde die Population erhoben - und voraussichtlich bis Herbst 2016 will das Land Oberösterreich eine Lösung für das Biber-Problem finden.

Schätzungsweise 800 bis 1000 Biber leben derzeit in Oberösterreich. Knapp 160 haben es sich im Machland rund um den 182 Millionen Euro teuren Damm gemütlich gemacht. Wie berichtet, richten die Nager aber große Schäden an. Sie untergraben den Wall und stellen damit den 2012 eröffneten Flutschutz für sieben Gemeinden zwischen Mauthausen und St. Nikola in Frage.

Biber-Population wächst nicht
Der für den Hochwasserschutz zuständige Landesrat Elmar Podgorschek räumt ein, dass es zwar derzeit keine akute Gefährdung des Damms gäbe, man eine solche aber künftig nicht ausschließen könne. Das so genannte Biber-Monitoring, bei dem die Lebensweise der Tiere vor Ort erhoben wurde, zeigt zumindest, dass die Population im Machland nicht größer wird, da die potenziellen Lebensräume für die Biber alle belegt sind.

"Entnahme" von Tieren als letzter Ausweg
"Einzelentnahmen machen wenig Sinn, weil dann in den freien Bereichen wieder neue Tiere nachrücken würden", so Podgorschek. Biber-Entnahmen sind aber auch nur als Letztmaßnahme, wenn alle Präventions- und Vertreibungsversuche nicht helfen, erlaubt. Auf Basis des Monitorings wird nun ein Paket aus technischen Maßnahmen überprüft und gegebenenfalls umgesetzt.

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