Do, 23. November 2017

„Krone“-Interview

04.04.2016 16:42

Viktor Szilagyi: „Stolz auf 18 Jahre im ÖHB-Team“

Beim 20:26 gegen Deutschland, wo er in der besten Liga der Welt seit 2000 längstdienender österreichischer Handballer ist, kehrte er ins Nationalteam zurück. Am Donnerstag feiert Kapitän Viktor Szilagyi gegen Tschechien sein 200. Länderspiel.

"Krone": Welche Bedeutung hat so ein Jubiläum für einen Spitzensportler?
Viktor Szilagyi: Die Zahl selbst gar nicht so eine große. Stolz macht mich mehr die Tatsache, dass ich seit 18 Jahren Teil des Teams sein darf.

"Krone": Mit dem die Zeiten anfangs nicht rosig waren.
Szilagyi: Die negativen Erlebnisse waren genauso wichtig. Aber ich bin auch in den Jahren, als wir in kleinen Hallen gespielt haben, immer gerne zum Team gefahren.

"Krone": Kannst du dich noch an dein erstes Spiel erinnern?
Szilagyi: Das war 1998 in Innsbruck gegen Litauen, mehr weiß ich nicht mehr.

"Krone": Wie schwer war es, sich mit 37 Jahren nach einem Teilabriss in der Achillessehne zurückzukämpfen?
Szilagyi: Man kann eine Pause auch für sich nützen. Ich bin gerade dabei, fit zu werden. Zumindest die tägliche Therapie ist jetzt weggefallen.

"Krone": Du bist fünffacher Europacupsieger, hast als einziger Handballer jeden der drei wichtigsten Bewerbe zumindest einmal gewonnen, bist über viele Jahre Führungspersönlichkeit im Team. Welcher Erfolg steht bei dir an oberster Stelle?
Szilagyi: Ganz klar die Heim-EURO 2010. Das war die Initialzündung für uns. Die Stimmung, die damals rund um uns Handballer herrschte, werde ich nie vergessen.

"Krone": Wer hat dich eigentlich am meisten geprägt?
Szilagyi: Mein Vater, als Trainer und Mensch. Er hat immer die schützende Hand über mich gehalten, auch wenn ich zu Beginn nicht jede Entscheidung verstanden habe.

"Krone": Welche Ziele hast du dir für deinen Endspurt gesetzt?
Szilagyi: Ich möchte jedes einzelne Spiel genießen. Alle stehen in der Verantwortung, das Bestmögliche aus sich herauszuholen, um gegen Dänemark die kleine Chance auf die WM 2017  zu nützen. Und dann ist es wichtig, mit dem Bergischen HC den Klassenerhalt  zu schaffen. Ich bin noch nie abgestiegen. Im Sommer wird meine Karriere zu 90 Prozent vorbei sein. Wie es aussieht, werde ich dem Verein in anderer Funktion erhalten bleiben.

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