Sa, 18. November 2017

Skandal im Netz

01.04.2016 10:01

IS wirbt auf Twitter mit Kopfabschneide-Videos

Die Terrormiliz Islamischer Staat sorgt mit der Verbreitung brutaler Kopfabschneide-Videos erneut für Furore im Netz - und wirft damit einmal mehr die Frage auf, wie viel Twitter & Co. ihren Nutzern zumuten sollen.

"Wenn Sie das Verbrechen wiederholen, wiederholen wir die Strafe", heißt es übersetzt aus dem Flämischen auf @Support_isnl, einem Twitter-Kanal zur Unterstützung der islamistischen Terrormiliz. Unter dem am Donnerstag veröffentlichten Tweet zu sehen: ein Video, in dem mehreren Geiseln die Kehle durchschnitten wird.

Das Video, das älteren Datums ist, stammt von der Videoplattform LiveLeak, die für ihren weniger restriktiven Umgang mit Videos als etwa YouTube bekannt ist. So finden sich hier neben Videos von Exekutionen und Terroranschlägen etwa auch Aufnahmen von tödlichen Verbrechen oder Unfällen.

Wie viel darf und soll man zeigen?
Das Portal stand deswegen in der Vergangenheit bereits des Öfteren in der Kritik. Unter anderem wird ihm vorgeworfen, mit der Veröffentlichung solcher Exekutionsvideos indirekt Propaganda für den IS zu betreiben. Ein Vorwurf, dem sich auch Twitter und Facebook zuletzt gefallen lassen mussten. Während das soziale Netzwerk jedoch ankündigte, künftig rigoroser gegen den IS verherrlichende Postings vorzugehen, zeigt sich Twitter diesbezüglich offener.

LiveLeak-Mitbegründer Hayden Hewlitt weigerte sich 2008, gewalttätige Videos von seiner Website zu entfernen, mit den Worten: "All diese Dinge geschehen, das ist das echte Leben, und wir werden es zeigen."

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