Do, 23. November 2017

Erdogan traf Obama

01.04.2016 06:30

Terrorbekämpfung: USA wollen Türkei unterstützen

US-Präsident Barack Obama ist überraschend am Rande des Atomgipfels in Washington zu einem Treffen mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan zusammengekommen. Dabei sei es um die "US-türkische Zusammenarbeit in Fragen regionaler Sicherheit, Terrorabwehr und Migration" gegangen, teilte das Weiße Haus am Donnerstagabend in der US-Hauptstadt mit.

Im Vorfeld des Gipfels hatte es geheißen, Obama werde Erdogan nicht wie andere Staatschefs zu getrennten Gesprächen empfangen. Dies war als Affront gegen Erdogan gesehen worden.

Nun haben sich die beiden doch getroffen, um über Terror zu sprechen - den des Islamischen Staates und Terror, der von kurdischen Separatisten ausgeht. Obama habe Erdogan im Namen des amerikanischen Volkes das Beileid zu den Toten und Verletzten des Terroranschlags von Diyarbakir ausgesprochen und ihm die Unterstützung der USA im Kampf gegen Terror versichert, heißt es in einer Mitteilung des Weißen Hauses. Bei dem Treffen habe man auch darüber gesprochen, wie der Kampf gegen den IS vorangebracht werden könne.

Beziehungen angespannt
Die Beziehungen zwischen den beiden traditionellen Verbündeten USA und Türkei sind derzeit unter anderem wegen der türkischen Militäroffensive gegen kurdische Kämpfer stark angespannt. Zudem zeigte sich das Weiße Haus in den vergangenen Monaten immer wieder besorgt über Angriffe auf Meinungsfreiheit und Demokratie in der Türkei. Am Donnerstag musste die US-Polizei Leibwächter Erdogans und pro-kurdische Demonstranten trennen, die vor einer Rede Erdogans am Washingtoner Brookings-Institut aneinandergeraten waren. Dabei gingen die türkischen Sicherheitskräfte auch gegen Journalisten vor.

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