Mo, 18. Dezember 2017

Schadensersatz

31.03.2016 15:38

Zwölfjähriger klagt Wietersdorfer

Ausgerechnet ein Kind ist der erste Kläger im HCB-Skandal: Der Zwölfjährige - nennen wir ihn zum Schutz seiner Anonymität einfach Max - hat über seinen Anwalt Donnerstag ein Feststellunsbegehren gegen W&P eingebracht. Er will, dass Wietersdorfer für alle möglichen Schäden haftet.

Max ist zwölf und lebt mit seinen Eltern einen knappen Kilometer vom Zementwerk Wietersdorf entfernt, wo Blaukalk verbrannt wurde. Regelmäßig sind bei ihm daheim regionale Produkte aus dem Görtschitztal auf den Tisch gekommen - Milch, Topfen, Fleisch, Getreide. "Er war und ist der schädlichen HCB-Belastung ausgesetzt", schreibt sein Anwalt Michael Sommer. "Seine Blutwerte betreffend HCB sind ein Vielfaches über den Vergleichs- und Referenzwerten." Ob und wie sich das Umweltgift auf Max Körper auswirkt, wird sich erst über Jahre zeigen.

Als mutmaßlicher Verursacher gilt Wietersdorfer - und soll daher von Max auch zur Verantwortung gezogen werden: "Das Unternehmen muss für sämtliche zukünftige Schäden und Ausgleichsansprüche des hochgiftigen HCB haften", heißt es in der Klage, über die nun ein Richter entscheiden muss.

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