Mo, 11. Dezember 2017

Microsoft-Konferenz

31.03.2016 10:42

Build: Wie es mit Windows 10 nun weitergeht

Der US-Softwaregigant Microsoft hält derzeit in San Francisco seine Entwicklerkonferenz Build ab - und hat bei der Eröffnung einen Ausblick in die Zukunft von Windows 10, Xbox One und der futuristischen HoloLens gewährt. krone.at hat die wichtigsten Ankündigungen für Sie zusammengefasst.

Chats mit dem Computer als neue Eingabemethode, immer schlauere Features für die Sprachassistenz-Software Cortana, ein großes Windows-10-Update mit verbesserter Stift-Eingabe, neue Möglichkeiten zur Entwicklung von Universal-Apps und sogar Linux-Unterstützung waren die zentralen Themen beim Auftakt der wichtigsten Entwicklermesse rund um Microsoft Windows.

Die Ankündigungen in der Übersicht:

Bots sind das neue Interface
Auf seiner Build-Konferenz hat Microsoft Chat-Bots zu einem zentralen Thema gemacht. Die künstlichen Gesprächspartner, die auf Basis ihrer Programmierung und künstlicher Intelligenz mit dem Nutzer chatten, sollen künftig eine wichtige Rolle bei der Interaktion mit Computern einnehmen und Befehle in menschlicher Sprache in Aktionen umsetzen.

Um diese Idee voranzutreiben, hat Microsoft nicht nur ein eigenes Bot-Framework entwickelt, mit dem Nutzer eigene Bots erstellen können sollen, sondern auch einige Apps - etwa Skype - für die Kommunikation mit Bots geöffnet. Cortana soll ebenfalls zur Kommunikation mit Bots genutzt werden.

Langfristiges Ziel: Windows-Nutzer sollen beispielsweise durch einen einfachen Chat mit dem Bot eines Pizzalieferanten Essen bestellen oder beim Chat mit Hotel-Bots Zimmer reservieren können.

Neue Features für Cortana
Microsofts Sprachassistentin Cortana lernt in den nächsten Monaten einige neue Tricks. Sie kommt auf die Xbox One und erhält im Sommer ein großes Update, dank dem sie laut "The Verge" beispielsweise besser mit Uhrzeiten umgehen kann. Mögliche Szenarien: Nutzer können Cortana etwa nach dem Dokument suchen lassen, an dem sie zu einem bestimmten Zeitpunkt gearbeitet haben oder automatisch Termine aus E-Mails erstellen lassen.

Ebenfalls geplant: Cortana soll künftig besser mit Drittanbieter-Apps umgehen können. Das würde interessante Möglichkeiten eröffnen - etwa eine Essensbestellung über die App eines Lieferdienstes per Sprachbefehl an Cortana.

Jubiläums-Update für Windows 10
Windows 10 will Microsoft im Sommer im Rahmen eines Jubiläums-Updates überarbeiten. Das Update bringt unter anderem Unterstützung für biometrische Anmeldeverfahren, also beispielsweise Finger-Scanner, mit sich und soll die Nutzung dieser Features sogar in einzelnen Programmen wie dem Browser erlauben.

Ebenfalls geplant: Deutlich bessere Unterstützung für Eingabestifte in Form von neuen Stift-optimierten Apps und Eingabe-Hilfsmitteln wie einem virtuellen Lineal. Markierfunktionen in Texten und Messfunktionen bei Betrachtung von Karten sollen Eingabestifte künftig ebenfalls bekommen.

Konverter für Universal-Apps kommt
Vor allem für Entwickler spannend: Microsoft hat ein Software-Paket angekündigt, mit dem man bestehende Windows-Apps per Mausklick in "Universal Apps" für Windows 10 konvertieren kann, die auf allen Geräten - vom Smartphone bis zum Desktop - laufen sollen. Das funktioniert offenbar sogar mit aufwendiger Software.

Auf der Build-Konferenz demonstrierte Microsoft unter anderem, wie der Konverter selbst aktuelle Spiele vom Schlage eines "The Witcher 3" in Universal-Apps konvertiert. Das könnte ein wichtiger Impuls sein, der mehr Software in den Windows Store bringt.

Ebenfalls interessant für Entwickler: Microsoft hat Windows 10 gemeinsam mit dem Ubuntu-Linux-Hersteller Canonical Linux-Unterstützung spendiert. Entwickler können auf Windows 10 künftig die Linux-Kommandozeile nutzen und Ubuntu-Programme ausführen. Das kommt jenen entgegen, die für mehrere Plattformen programmieren und bislang Hilfsprogramme nutzen mussten.

Xbox- und Windows-Spiele bald einheitlich?
Das Thema Universal-Apps hat Microsoft auch bei seiner Spielkonsole Xbox One vorangetrieben. Spiele für die Konsole - etwa das nächste "Forza"-Rennspiel - sollen künftig direkt als Universal-App entwickelt werden und somit sowohl auf der Xbox One als auch auf einem Windows-10-PC laufen.

Da überrascht es kaum, dass Microsoft auch einen einheitlichen Store für Xbox One und Windows 10 angekündigt hat. Der sollte es Spielern künftig ermöglichen, Games zu erwerben und sie sowohl auf der Konsole als auch am PC zu starten.

Interessant für Entwickler: Jede handelsübliche Xbox One wird künftig als Entwickler-Kit nutzbar sein, kann also zur Entwicklung von Apps herangezogen werden. Damit dürfte Microsoft die Software-Auswahl für Xbox One und Windows 10 pushen wollen.

HoloLens: Erste Exemplare werden ausgeliefert
Auf der Build hat Microsoft außerdem angekündigt, seine futuristische Augmented-Reality-Brille HoloLens ab sofort an erste Entwickler auszuliefern. Das bedeutet nicht, dass das Gerät fertig für den Massenmarkt ist, die Entwicklung von Hard- und Software laufen nun aber parallel, damit zur Markteinführung dann auch Applikationen für die Microsoft-Brille verfügbar sind.

Einige solcher Applikationen hat Microsoft auf der Build bereits demonstriert - etwa den Galaxy Explorer, der mit Gesten manipulierbare Hologramme von Planeten und Sternen darstellt oder einige medizinische Apps verschiedener Unis und Spitäler.

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