Do, 23. November 2017

Open Source

30.03.2016 12:37

Forscher entwickeln Mikroprozessor zum Selberbauen

Software-Code und Hardware-Baupläne für alle frei zugänglich: Das ist die Idee hinter Open-Source-Produkten wie Linux oder Einplatinencomputern wie dem Raspberry Pi. Ein quelloffener Mikroprozessor soll nun die Unabhängigkeit von kommerziellen Chips bringen.

Die Baupläne von Open-Source-Computern wie Arduino oder Raspberry Pi sind zwar für jeden frei zugänglich, sie beruhen aber noch auf kommerziellen Chips. Deren innere Architektur ist wiederum nicht frei zugänglich. Ganz anders beim neuen Open-Source-Mikroprozessor Pulipino, den Forschende der ETH Zürich und der Universität Bologna entwickelt haben.

Wie die ETH am Mittwoch mitteilte, veröffentlichte das Wissenschaftlerteam unter Leitung von ETH-Professor Luca Benini vor wenigen Tagen den Bauplan des von ihnen entwickelten Mikroprozessors. Dabei wollten sie anderen Entwicklern möglichst die maximale Freiheit geben, Pulpino zu nutzen und zu verändern, wird Benini in der Mitteilung zitiert.

Keine Lizenzgebühren
"Bei vielen bisherigen Beispielen von Open-Source-Hardware ist die Nutzung durch exklusive Vermarktungsrechte und Konkurrenzverbote eingeschränkt", so Benini. "Bei unserem System hingegen sehen die Lizenzbedingungen keine solchen Einschränkungen vor." Es sei nun möglich, Open-Source-Hardware wirklich von Grund auf zu konstruieren.

Vorgesehen ist Pulpino laut ETH in erster Linie für batteriebetriebene Geräte mit sehr geringem Energiebedarf. Darunter fallen zum Beispiel Chips für kleine Geräte wie Smartwatches oder für Sensoren, die Körperfunktionen überwachen.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden