Fr, 24. November 2017

Magazin vor Verkauf

03.04.2016 07:00

„Playboy“: Der ewige Glanz nackter Haut

Der "Playboy" soll verkauft werden - das Ende einer Ära. Denn das Magazin war nicht nur Hort von Männerfantasien, sondern auch für viele Frauen Startrampe zur Berühmtheit.

Rüstige 90 wird der eigenwillige Visionär Hugh Hefner am 8. April - alt genug also, um allen Ballast hinter sich zu lassen und mit leichtem Gepäck das eheliche Glück an der Seite seiner Frau Crystal (29) zu genießen, die er 2012 geheiratet hat. Also verkauft Hefner nicht mehr und nicht weniger als sein Lebenswerk. Wer bereit ist, rund 500 Millionen Dollar (447 Millionen Euro) hinzublättern, erhält das 1953 gegründete legendäre "Playboy"-Magazin und als Draufgabe die etwas gruselige Riesenvilla, in der Hugh bis zuletzt wohnte.

Damit geht die Ära der glamourösen Männer-Gazette unweigerlich zu Ende, denn wer immer bei diesem Deal zugreift, wird sich wohl vor allem für die Markenrechte am Namen "Playboy" interessieren. Die Zeitschrift selbst ist längst nur mehr ein Schatten ihrer einstigen Größe. Damals in der Glanzzeit aber war sie nicht nur Symbol für heimliche Männerträume, sondern auch Meilenstein in der Karriere so manch weiblicher Stars.

Das Model auf dem Cover der ersten Ausgabe war freilich bereits eine umjubelte Filmdiva, als sie vor die Linse des "Playboy"-Fotografen trat: keine Geringere als Marilyn Monroe, die anno 1953 immerhin schon Filme wie "Blondinen bevorzugt" und "Wie angelt man sich einen Millionär?" gedreht hatte.

Die Liste der Berühmtheiten, die sich für Hugh Hefner auszogen, als sie noch jung waren und das Geld brauchten, ist verblüffend lang: "Traumfrau" Bo Derek erregte so 1980 erstmals Aufsehen, genau wie die Schauspielerinnen Kim Basinger (1983) und Drew Barrymore (1995), Model Cindy Crawford (1988), "Baywatch"-Nixe Pamela Anderson (1989), Beauty Elle Macpherson und Serienliebling Jenny McCarthy (beide 1994). Madonna zierte 1985 das Cover, da war sie mit ihrem ersten Hit "Like A Virgin" grad auf dem Weg zum Popstar.

Schon bald nämlich kehrte sich das Spiel um, immer mehr weibliche Stars, die es bereits geschafft hatten, wollten ihre Karriere auch noch mit Nacktfotos im "Playboy" krönen. So kreuzte Sharon Stone kurz nach dem Welterfolg von "Basic Instinct" für das Magazin noch einmal ihre Beine. Topmodel Naomi Campbell drängte 1999 auf die Hochglanzseiten, Kate Moss folgte ihr 2014, dazwischen durften sich Abonnenten über Carmen Electra (2003) und Denise Richards (2004) freuen. Daryl Hannah feierte 2003 ihr Filmcomeback als Mörderin mit Augenklappe in "Kill Bill" mit einem offenherzigen Sonnenbad.

Dank der weltweiten Expansion des Blattes kamen auch Schönheiten anderer Länder zu Ehren, etwa Eiskunstvirtuosin Katharina Witt (1998) oder Austro-Beauty Sonja Kirchberger (1988, 1995 und noch einmal 2014).

Die aufregendste (und zugleich tragischste) Karriere war aber ohne Zweifel die von Anna Nicole Smith: Als Playmate des Jahres 1993 fiel sie dem Milliardär J. Howard Marshall ins Auge, der als 89-Jähriger die 26-Jährige heiratete. Ein Jahr später verstarb er, Anna Nicole wurde von Howards Familie in einen langen Erbschaftsstreit verwickelt, gab sich schließlich mit 450 Millionen Abfindung zufrieden - und starb 2007 mit 39 Jahren an einer Überdosis Medikamente.

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