Sa, 16. Dezember 2017

Bauarbeiter-Fauxpas

30.03.2016 10:19

Google Maps vertraut: Falsches Haus abgerissen

Auch Google ist nicht unfehlbar. Diese Erfahrung mussten texanische Bauarbeiter machen, die den Auftrag zum Abriss eines Hauses mit Sturmschäden erhalten hatten. Sie nutzten Google Maps für die Suche nach dem Objekt und legten das Gebäude an der vereinbarten Adresse in Schutt und Asche. Das Problem: Der Kartendienst war fehlerhaft, sie machten das falsche Haus dem Erdboden gleich.

Der Vorfall ereignete sich im texanischen Rowlett. Die Kleinstadt war von einem Tornado schwer verwüstet worden und befand sich mitten in den Wiederaufbauarbeiten, berichtet das IT-Portal "Heise" unter Berufung auf texanische Medien. Teil des Wiederaufbaus war auch der Abriss von vom Sturm besonders schwer beschädigten Gebäuden.

Ein solches Gebäude sollten die Bauarbeiter abreißen. Sie vertrauten bei der Anfahrt auf Google Maps und begannen mit ihren Arbeiten, als sie die vereinbarte Adresse erreicht hatten. Ein Fehler im Kartendienst, den Google mittlerweile bestätigt hat, scheint sie aber in die falsche Straße geführt zu haben. Das Resultat: Sie rissen das falsche Haus ab. Weil auch dieses Sturmschäden aufwies, fiel den Arbeitern ihr Fauxpas nicht sofort auf.

Besitzer wollten Haus eigentlich renovieren
Den Besitzern des Hauses fiel der irrtümliche Abriss dagegen sehr wohl auf. Die junge Familie hatte lang damit gehadert, das vom Tornado schwer beschädigte Haus zu reparieren, sich letztlich aber nur kurz vor dem Abriss zur Renovierung entschlossen. Das wird nun nichts mehr: Wo einst das Haus stand, liegen nach der Abrissaktion nur mehr Trümmer.

Auf Twitter zeigen sich die Hausbesitzer am Boden zerstört:

Das Missverständnis hinterlässt peinlich berührte Akteure. Die Baufirma, die den Abriss durchführte, hat sich mittlerweile bei den Besitzern des irrtümlich demolierten Gebäudes entschuldigt und das richtige Gebäude abgerissen. Den Schutt des irrtümlich zerstörten Hauses hat die Firma abgetragen, wie sie die Besitzer entschädigen will, ist noch nicht bekannt.

Google hat den Fehler in seinem Kartendienst mittlerweile gegenüber dem TV-Sender CNN eingestanden und ihn ausgebessert.

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