So, 22. Oktober 2017

Notquartiere sind zu

29.03.2016 21:15

Flüchtlingshelfer: „Vielen Dank für die Kraft!“

Drei Mal so viele Menschen wie die Stadt Salzburg Einwohner hat, zogen in den letzten sieben Monaten als Flüchtlinge durch das Land. Am Bahnhof, der Grenze und am Asfinag-Gelände wurden 600.000 Mahlzeiten ausgegeben. Über tausend Helfer wäre das nicht möglich gewesen. Für sie gab es am Dienstag ein Fest.

"Es hatte acht Grad, ein Bub kam zu mir, am Bauch eine lange Narbe, es schüttete, er hatte kein T-Shirt", erinnert sich Karin Fellner (56), eine der spontanen Helfer an der Grenze. "Es sind Bilder, die du nie mehr vergisst: Frauen und Kinder liegen auf dem kalten Asphalt, Männer haben im Winter nur Flip-Flops an", erzählt Alexandra Lipp (49) aus Salzburg. Zwei der vielen Freiwilligen, deren Engagement stellvertretend für hunderte andere steht.

Vorläufig kommen keine Flüchtlinge in Salzburg mehr an, die Hilfe ruht. "Aber eine unglaubliche Zivilcourage wird uns auf immer verbinden und wir haben es gesehen: Ja, es funktioniert", unterstreicht die Helferin der ersten Stunde Doraja Eberle. Tosender Applaus für diese bewegenden Worte beim Fest für die Ehrenamtlichen.

"Die heiße Phase ist vorbei"
Landeshauptmann Wilfried Haslauer zeigt sich erkenntlich: "Die heiße Phase ist vorbei, wir sind aber gerüstet, können die Infrastruktur in wenigen Stunden einsatzbereit machen." Was in Salzburg an Lebensmitteln übrig blieb, wurde inzwischen nach Griechenland geschickt, wo zur Zeit Tausende Flüchtlinge festsitzen.

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